Bundesnetzagentur 28.03.2017, 18:00 Uhr

Highspeed-Internet meist deutlich langsamer als versprochen

Internet-Anbieter werben oftmals mit hohen Verbindungsgeschwindigkeiten um neue Kunden. Doch ein Realitätscheck der Bundesnetzagentur zeigt: Die Maximalwerte werden in der Regel nicht erreicht.
(Quelle: pathdoc - shutterstock)
Beim "schnellen Internet" halten viele Versorger ihre Versprechen hoher Spitzenübertragungsraten nicht ein: Die Breitbandanschlüsse erreichten in den allermeisten Fällen nicht die versprochenen und oft breit beworbenen Maximalwerte, berichtete die Bundesnetzagentur nach Messungen von insgesamt rund 160.000 Festnetz- und Mobilanschlüssen.
Im Festnetz hätten nur rund zwölf Prozent der Anschlüsse tatsächlich die vertraglich zugesicherte Maximalgeschwindigkeit geliefert, bei Mobilfunkanschlüssen waren es nur rund fünf Prozent, heißt es in der Studie. "Wenn die Anbieter zukünftig weiter keine realistischen Geschwindigkeitsangaben machen, kann die Bundesnetzagentur gegen einzelne Unternehmen Verfahren durchführen", sagte ein Behördensprecher.
Gemessen wurde bei gut 106 000 Festnetz- und knapp 54 000 Mobilfunkkunden, die zwischen September 2015 und September 2016 ein entsprechendes kostenloses Angebot der Behörde in Anspruch genommen hatten. Die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur schaffe Transparenz und verstärke den Handlungsdruck auf die Anbieter, erklärte die Behörde. Der Vergleich zu Studien aus den Jahren 2012 und 2013 habe gezeigt, dass die Internetbranche mit dem aktuellen Ergebnis keine wesentlichen Verbesserungen erreicht habe.




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