Online-Kommunikation 11.01.2017, 10:12 Uhr

EU-Kommission will mehr Datenschutz für Skype und Co.

Brüssel fordert mehr Datenschutz für Online-Kommunikationsdienste wie Skype, WhatsApp und Co. Künftig sollen hier dieselben Bestimmungen wie bei herkömmlichen Telefongesprächen gelten.
(Quelle: David M G / Shutterstock.com)
Die Kommunikation mit Diensten wie WhatsApp, Facebook oder Skype soll nach dem Willen der EU-Kommission besser geschützt werden. Derzeit verlangt die europäische Gesetzgebung den Schutz der Privatsphäre nur bei traditionellen Telefongesprächen. Die Brüsseler Behörde machte nun Reformvorschläge, denen die EU-Staaten und das Europaparlament aber noch zustimmen müssten. Nationale Regeln zur Vorratsdatenspeicherung werden davon nicht berührt.
Jan Philipp Albrecht: Der Grünen-Europaabgeordnete kritisiert die Datenschutzpläne als unzureichend.
(Quelle: <span class="csc-textpic-caption">Europäisches Parlament</span>)
Der Grünen-Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht kritisierte die Pläne indes als unzureichend. "Anbieter elektronischer Kommunikation sollen in Zukunft die Daten der Nutzer verfolgen und für kommerzielle Zwecke nutzen dürfen, solange die Betroffenen dies nicht ausdrücklich verbieten", erklärte er. "Eine Erfassung des Surf-Verhaltens oder der App-Nutzung sollte (aber) weiterhin nur nach ausdrücklicher Zustimmung erlaubt sein."
Die EU-Kommission will auch die Regeln für Cookies vereinfachen. Brüssel will, dass Nutzer den Einsatz von Cookies künftig generell über die Privatsphäre-Einstellungen ihres Browsers regeln, anstatt auf jeder Seite den Bestimmungen manuell zuzustimmen.
Für Cookies, die nach Einschätzung der EU-Kommission keine Auswirkungen auf die Privatsphäre haben, soll eine jeweilige Einwilligung des Nutzers nicht mehr nötig sein, zum Beispiel, wenn es um die Erstellung eines "Einkaufswagens" beim Online-Shopping geht oder wenn Websites die Zahl ihrer Besucher erfassen wollen.




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