National Roaming
03.03.2015, 23:24 Uhr

O2 und E-Plus schalten UMTS-Netze zusammen

Telefónica Deutschland will bis Mitte April bundesweit National Roaming zwischen den beiden Netzen der ehemaligen Mobilfunk-Netzbetreiber O2 und E-Plus einführen.
Litfaßsäule mit Basisstation: O2 und E-Plus schalten Mitte April ihre UMTS-Netze zusammen
Zu den größten Herausforderungen bei der Fusion von Telefónica und E-Plus zählt die Zusammenlegung der Netze. Obwohl dieser Konsolidierungsprozess nach Angaben des Netzbetreibers noch bis zu 5 Jahre andauern wird, können die Kunden schon bald von der Stärke zweier Netze profitieren. 
So steht Telefónica nun kurz vor der bundesweiten Einführung des National Roaming bei den UMTS-Netzen - nachdem dieser technische Kniff bereits seit Anfang des Jahres in einigen ausgewählten Gemeinden in Nordrhein-Westfalen mit Erfolg getestet wurde.
Wie Telefónica-Deutschland-Chef Thorsten Dirks im Rahmen eines Pressegesprächs am Rande des Mobile World Congress (MWC) mitteilte, wird die Zusammenschaltung der Netze im Rahmen des National Roaming in den nächsten Wochen sukzessive ausbaut und bis 15. April komplett abgeschlossen sein. Dann sollen alle 42 Millionen Telefónica-Kunden beide 3G-Netze nutzen können.
Derzeit noch nicht vorgesehen ist dieser Prozess bei LTE. Der Netzbetreiber kündigte jedoch an, massiv in die LTE-Technik zu investieren, so dass bis Ende 2016 rund 90 Prozent der Bevölkerung mit dem Mobilfunk-Turbo versorgt sind - derzeit liegt die Abdeckung nach Angaben von Dirks bei 62 Prozent.
Von den derzeit insgesamt 40.000 Antennen-Standorten sollen indes langfristig nur 26.000 erhalten bleiben; etwa 14.000 Basisstationen werden abgebaut. "Dennoch werden wir auch danach noch das dichteste 3G-Netz mit dem breitesten Frequenz-Spektrum haben", so Dirks.
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