In den USA 18.04.2023, 09:10 Uhr

Amazon berechnet Kunden Gebühr für UPS-Rücksendungen

Keine bedingungslos kostenlosen Retouren in den USA mehr: Die Rückgaben von Artikeln in den UPS-Filialen sollen bei Amazon künftig einen US-Dollar kosten, wenn eine Filiale von Whole Foods, Amazon Fresh oder Kohl's näher an der Lieferadresse liegt.
(Quelle: shutterstock.com/dennizn)
Jahrzehntelang hat Amazon ungewollte Bestellungen kostenlos zurückgenommen. Nun erhebt der Konzern eine Gebühr von einem US-Dollar für die Rücksendung von Artikeln via UPS-Filialen in den USA. Dies gilt jedoch nur, wenn Kunden ein Whole Foods, ein Amazon-Fresh-Lebensmittelgeschäft oder Kohl's in der Nähe der Lieferadresse haben und trotzdem die UPS-Filiale nutzen. Amazon ist der Mutterkonzern von Whole Foods und hat eine Partnerschaft mit Kohl's.
Amazon gibt an, dass diese Gebühr nur für eine kleine Anzahl von Kunden gelten würde, da die meisten Kunden die Rückgabemöglichkeiten bei den genannten Tochterfirmen nutzen.

Ein teures Problem

Die Rückgabe von Waren ist ein teures Problem für Händler in den USA. Nach Angaben der National Retail Federation (NRF) wurden im Jahr 2022 rund 17 Prozent aller gekauften Waren zurückgesendet, was einer Summe von 816 Milliarden US-Dollar entspricht. Laut NRF fallen im Durchschnitt 165 Millionen US-Dollar für Warenrücksendungen pro einer Milliarde US-Dollar Umsatz an.
Einige Einzelhändler wie Zara, H&M und Abercrombie & Fitch haben reagiert, indem sie Gebühren von bis zu 7 US-Dollar für Rücksendungen verlangen. Amazon hat kürzlich begonnen, "häufig zurückgegebene" Produkte auf seiner Website zu kennzeichnen. Produkte mit einem solchen Siegel haben laut einem Sprecher "signifikant höhere Rückgabequoten für ihre Produktkategorie".




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