Schüler mit Tablet
Quelle: DGLimages/Shutterstock
Digitalisierung 10.10.2019, 09:59 Uhr

So machen Händler Umsatz mit Schulen

Für die Digitalisierung von Schulen stehen Milliarden an Fördergeldern bereit. Dennoch kommt der Ausbau an vielen Bildungseinrichtungen nur schleppend voran.
Groß war die Hoffnung, als sich im Frühjahr Bund und Länder auf ein milliardenschweres Förderpaket einigten, das die Digitalisierung an Schulen unterstützen sollte. Der Prozess war eine schwere Geburt – am Ende war sogar eine Grundgesetzänderung nötig, da im föderalen Deutschland das Bildungswesen unter der Hoheit der Bundesländer steht. Mit den insgesamt 5,5 Milliarden Euro sollen Schulen und andere Bildungseinrichtungen ihre Klassenzimmer digitalisieren – und beispielsweise Investitionen in die ­Infrastruktur für LAN und WLAN, Endgeräte wie Notebooks und Tablets oder auch interaktive Whiteboards finanzieren. Auch die Administration von Endgeräten wird mit dem Digitalpakt gefördert.

Hersteller, Distributoren und auch einige Systemhäuser sehen seither die Chance auf gute Geschäfte, schließlich ist die ITK-Ausstattung an vielen Schulen desolat. Anstelle eines interaktiven Whiteboards steht häufig noch die gute alte Kreidetafel im Klassenzimmer, und auch der Overheadprojektor ist beileibe keine Seltenheit. In der Zwischenzeit hat sich allerdings auch ein Stück weit Ernüchterung breitgemacht – denn die Digitalisierung im deutschen Bildungswesen schreitet deutlich langsamer voran, als viele es sich wünschen würden.

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