Logistik
Studie 13.06.2018, 13:20 Uhr

Versandlogistik: Das ist der Status quo im Handel

Die Verbesserung des Einkaufserlebnisses für den Kunden und die Kostenersparnis bestimmen derzeit die Entscheidungen des Handels in Bezug auf Versandlogistik.
Logistische Prozesse bekommen durch den zunehmenden Online-Handel eine immer größere Bedeutung. Das EHI Retail Institute in Köln hat daher die Abläufe in Bezug auf Versand und Retouren unter die Lupe genommen, den Status quo im Handel ermittelt und Veränderungen herausgearbeitet.

Drei Faktoren sind für die meisten Entscheidungen von Unternehmen in Bezug auf Logistik ausschlaggebend: Schnelligkeit, Kontrolle und Kosten. Wenn Händler sich beispielsweise gegen eine Auslagerung von logistischen Prozessen entscheiden, wird dies mit der eigenen größeren Nähe zum Kunden begründet, die es ermöglicht, schneller auf dessen Bedürfnisse zu reagieren. Kostenvorteile sind unter anderem der Grund dafür, dass Multichannel-Händler die Kommissionierung für Online- und stationären Handel im gleichen Verteilzentrum durchführen.
(Quelle: Telecom Handel)
Mehr als zwei Drittel der im Rahmen der Studie befragten Händler führen die logistischen Prozesse komplett oder zumindest teilweise selbst durch. Am häufigsten wird die Lagerhaltung an einen externen Dienstleister abgegeben (32 Prozent), danach folgen gleichauf mit jeweils 31 Prozent das Kommissionieren, das Verpacken sowie die Wiederaufbereitung, Reinigung und Reparatur retournierter Artikel. Am seltensten werden der Kundenservice für Rückfragen zu Bestellung und Versand sowie die Annahme von Kundenreklamationen und Rückfragen zu Retouren mit jeweils elf Prozent ausgelagert. Die meisten Händler begründen dies mit der Nähe zum Kunden, durch die sichergestellt werden soll, dass dieser einen optimalen Service erfährt.
(Quelle: Telecom Handel)
Zwei Drittel der befragten Händler, die sowohl online als auch stationär verkaufen, nutzen aktuell für die Kommissionierung der Online-Ware das gleiche Verteilzentrum wie für Artikel, die stationär verkauft werden. Als Gründe führen sie dafür nicht nur Kostenvorteile an, sondern unter anderem auch eine höhere Flexibilität. Die Bestände werden weder getrennt gelagert noch im Warenwirtschaftssystem getrennt geführt. Es wird vielmehr ein gemeinsamer Bestand für alle Verkaufskanäle geführt, wodurch die Warenbestände insgesamt verringert werden können und zugleich die jeweilige Artikelverfügbarkeit erhöht wird.

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