Großraumbüro
Marktreport 28.11.2018, 11:14 Uhr

WebRTC: Anruf vom Browser

Immer mehr UCC-Anbieter integrieren WebRTC in ihre Plattformen. Einige glauben sogar, die Kommunikation über den Browser werde die traditionelle Telefonie ersetzen.
Lange hat es gedauert, bis WebRTC (Web Real-Time Communication) sich als Standard etablieren konnte: Im Mai 2010 kaufte Google Inc. die Firma Global IP Solutions (GIPS) auf und erwarb damit die Eigentumsrechte an der zugrunde liegenden Technik. Seit dem Frühjahr 2011 beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe des W3C (World Wide Web Consortium) mit der Standardisierung. Eine weitere Arbeitsgruppe bei der Internet Engineering Task Force (IETF), die im Mai 2011 gebildet wurde, unterstützt die Standardisierungsarbeiten. Erst sechs Jahre später aber veröffentlichte das W3C mit WebRTC 1.0 eine erste Version des neuen oder eigentlich schon alten Standards.

„Damit bestätigt das W3C, dass die geplanten Funktionen in der aktuellen Ver­sion enthalten sind. Der Standard ist stabil und einsatzfähig“, erklärt David Welzmiller, Head of Product bei Estos. Abgeschlossen ist die Entwicklung von WebRTC allerdings noch lange nicht – und wird es letztlich auch nie sein. „Die Technologie wird per Definition nie fertig entwickelt sein, dafür ändern sich Nutzeranforderungen und die technologischen Möglichkeiten viel zu schnell“, betont Philipp Bohn, VP Circuit beim UCC-Anbieter Unify.

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