Übernahmegerüchte 16.01.2015, 08:28 Uhr

Samsung dementiert Interesse an Blackberry

Die Übernahmegerüchte zu Blackberry verstummen nicht: Jetzt wurde Samsung als möglicher Käufer genannt - was die Koreaner prompt dementierten. Damit gibt es weiter diverse Optionen für die Zukunft.
Seit Monaten geistern Gerüchte zu einer Übernahme des angeschlagenen Smartphone-Pioniers Blackberry durch die Medien. Jetzt meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Samsung ein Kaufangebot in Höhe von 7,5 Milliarden US-Dollar abgegeben habe, dieses aber von den Kanadiern abgelehnt worden wäre. Vertreter beider Unternehmen haben die Aufnahme solcher Gespräche aber nun dementiert.
Doch Blackberry bleibt weiter ein Übernahmekandidat: Die Unternehmensführung konnte zwar bei der Sanierung Fortschritte erzielen und zuletzt den Nettoverlust deutlich reduzieren, doch die Verkaufszahlen der Blackberry-Smartphones sind weiter schlecht - und der Marktanteil bewegt sich in diesem Segment bei weniger als einem Prozent.
Trotz aller Dementis: Für Samsung wäre Blackberry vor allem attraktiv, weil der Hersteller viele Geschäftskunden hat, die auch die Koreaner verstärkt ansprechen wollen. Außerdem bekäme man mit Blackberry OS ein komplettes alternatives Betriebssystem zu Android frei Haus geliefert, nachdem die eigenen Versuche mit Bada und Tizen eher bescheiden ausfielen. Gegen eine Übernahme durch Samsung spricht aber vor allem die bisherige Strategie der Koreaner, lieber aus eigener Kraft zu wachsen, die in der Vergangenheit auch stets konsequent umgesetzt wurde.
Ein weiterer potenzieller Käufer, der immer wieder genannt wird, ist Lenovo. Der chinesische IT-Riese hatte in der Vergangenheit bereits die Hardware-Sparten von IBM und Motorola sowie den deutschen Hersteller Medion übernommen. Mit "Think Pad" hat Lenovo auch bei Business-Kunden eine Marke erfolgreich weitergeführt und sein eigenes Image gesteigert. Diese Strategie könnte auch mit Blackberry funktionieren. Allerdings spricht gegen eine Übernahme, dass gerade Motorola neben Lenovo als TK-Marke für einige Märkte wieder aufgebaut wird und eine Dreimarkenstrategie höchst aufwändig wäre.



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