5G-Aufbau

Bundesnetzagentur spricht sich gegen Ausschluss von Huawei aus 

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur
Quelle: Laurence Chaperon
16.05.2019, 15:00 Uhr
Huawei steht unter Spionageverdacht - trotzdem will Bundesnetzagentur-Chef Jochen Homann den chinesischen Netzwerkausrüster nicht vom Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland kategorisch ausschließen.
Der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, ist dagegen, den chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei vom Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland auszuschließen.
Für alle Unternehmen müssten die gleichen strengen Regeln gelten, sagte Homann am Donnerstag in Bonn. „Wer sie erfüllt, ist dabei, egal wie das Unternehmen heißt.“ Die Netzagentur werde im Sommer ihren Entwurf für die neuen Sicherheitsanforderungen veröffentlichen, kündigte Homann an.
Huawei, einer der größten Telekommunikationsausrüster der Welt, wird von den US-Behörden verdächtigt, seine unternehmerischen Aktivitäten zur Spionage für China zu nutzen. US-Präsident Donald Trump hat seiner Regierung per Dekret umfassende Möglichkeiten eingeräumt, gegen ausländische Telekom-Unternehmen vorzugehen. Homann sagte, er sehe keinen Anlass für einen entsprechenden Schritt in Deutschland.
Manche Sicherheitsexperten in Deutschland fordern, Huawei hierzulande vom Ausbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes komplett auszuschließen. Die Bundesregierung befürwortet den generellen Ausschluss von Huawei und anderen Anbietern aus China nicht, sondern setzt auf eine Streuung der Aufträge unter verschiedenen Anbietern.

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Bundesnetzagentur 5G Huawei

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