Huawei
US-Sanktionen 11.07.2019, 09:54 Uhr

Huawei darf weiter machen

Nach dem vorerst zeitlich unbegrenzten Aussetzen der US-Sanktionen will Huawei wieder zum Tagesgeschäft übergehen. Ein erstes 5G-Smartphone soll dabei helfen.
Das ganz große Desaster, das Huawei durch ein dauerhaftes Lieferembargo für Komponenten von US-Unternehmen entstanden wäre, ist erst einmal abgewendet. Denn am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka trafen sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping und vereinbarten erneute Gespräche zu Handelsfragen. Dann erklärte Trump noch, dass damit auch die Sanktionen gegen Huawei ausgesetzt seien: „Ich habe zugestimmt, dass der Verkauf von Produkten weiter erlaubt wird“, erklärte er. Allerdings wurde danach starke Kritik an dem Deal vor allem von oppositionellen Demokraten in den USA laut, zudem betrifft die Ausnahme offenbar nur Produkte, die die nationale Sicherheit der USA nicht gefährden. Auf der „schwarzen Liste“ bleibt das Unternehmen.
Welche Produkte die Befreiung umfasst, ist damit ein dehnbarer Begriff, der Huawei und seinen Kunden keine hundertprozentige Zukunftssicherheit gewährt. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass der US-Präsident das Druckmittel wieder einsetzen wird, falls die kommenden Verhandlungen beider Länder um allgemeine Handelsfragen scheitern sollten.

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