Klimagas 18.03.2021, 14:45 Uhr

Beschleunigte Digitalisierung spart sechsmal mehr CO2 als sie verursacht

Das Einsparpotenzial bei einer beschleunigten Digitalisierung in Deutschland ist sechsmal höher als der durch Digitalgeräte und Dienste verursachte CO2-Ausstoß. Das zeigt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsberatung Accenture im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
(Quelle: shutterstock.com/D-Krab )
Bei einer beschleunigten Digitalisierung in Deutschland könnte viel mehr Klimagas CO2 eingespart werden, als durch digitale Technologien selbst verursacht wird. Das ist das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsberatung Accenture, die vom Digitalverband Bitkom veröffentlicht wurde. Das Einsparpotenzial sei sechsmal höher als der durch Digitalgeräte und Dienste verursachte CO2-Ausstoß.
In der Studie werden zwei Szenarien untersucht: eine moderate Digitalisierung sowie eine beschleunigte Digitalisierung, die das Tempo bei der Einführung, Verbreitung und Nutzung digitaler Technologien durch entsprechende politische Anreize deutlich anzieht.
Bei einem gemächlichen Fortschritt der Digitalisierung könnten unter dem Strich ein Drittel des CO2-Ausstoßes eingespart werden. Bei einer beschleunigten Digitalisierung steige der Wert auf 49 Prozent.

102 Megatonnen und 129 Megatonnen

In der Studie wird darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung auch CO2-Emissionen verursache - insbesondere durch Herstellung und Betrieb von Endgeräten wie Bildschirmen, Computern oder Tablets, aber auch durch den Betrieb der Netzinfrastruktur und der Rechenzentren.
Bei einer Digitalisierung in einem moderaten Tempo werden dadurch im Jahr 2030 rund 16 Megatonnen CO2 jährlich ausgestoßen. Dem stehen aber Einsparungen von 102 Megatonnen in den Anwendungsbereichen gegenüber, sodass netto 86 Megatonnen Einsparung übrig bleiben. Bei der beschleunigten Digitalisierung fallen 23 Megatonnen CO2 an, die Netto-Einsparung beträgt aber 129 Megatonnen.
Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen hatte sich Deutschland 2015 verpflichtet, bestimmte Klimaziele zu erreichen und Maßnahmen einzuleiten, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Im Jahr 2019 lag der CO2-Ausstoß noch bei 805 Megatonnen. 2030 darf der nur noch 543 Megatonnen betragen.



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