27.08.2008, 15:13 Uhr

Arques vor der Übernahme?

Gerüchte um eine Übernahme beflügeln den Arques-Aktienkurs - Börsengang von Actebis weiterhin ungewiss
Der Firmenkäufer Arques avanciert jetzt selbst zum Übernahmekandidaten: Informationen des "Handelsblatt" zufolge bereitet der direkte Konkurrent Aurelius aus München einen Einstieg bei der Starnberger Beteiligungs- und Actebis-Muttergesellschaft vor. Die Übernahmegerüchte haben den zuletzt arg gebeutelten Aktienkurs von Arques in die Höhe getrieben - zeitweise legte das Papier um mehr als zehn Prozent zu. Laut "Handelsblatt" habe sich Aurelius nach dem Vorbild des Schaeffler-Einstiegs bei Continental bereits indirekt Zugriff auf eine substanzielle Arques-Beteiligung gesichert. Pikantes Detail: Aurelius-Chef Dirk Markus war einst Mitbegründer von Arques.
Zuvor machte Arques vor allem mit drastischen Kursverlusten von sich reden. Ein Grund dafür war offensichtlich auch die mit Abstand größte Akquisition der Starnberger, die Beteiligung an der Actebis-Gruppe, zu der auch NT plus gehört. Anscheinend entpuppt sich diese als problematischer als ursprünglich gedacht: So steht der eigentlich bereits für den Sommer geplante Börsengang der Gruppe angesichts des derzeitigen Marktumfeldes weiterhin in den Sternen. Zudem haben sich "strategische Interessenten bisher noch nicht zu erkennen gegeben", wie das "Handelsblatt" berichtet. Selbst Arques-Chef Michael Schumann deutete bereits vor geraumer Zeit an, dass der Kauf der Actebis-Gruppe ein Fehler gewesen sei, weil er nicht in das Geschäftsmodell eines Sanierers gepasst habe und daher vom Markt nicht akzeptiert wurde.


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