ProMarkt 31.07.2008, 16:17 Uhr

Fünf Filialen müssen schließen

Für die restlichen 20 Filialen hat Insolvenzverwalter Rolf Rottunde eine rettende Lösung gefunden
Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht in der Causa ProMarkt: Von den 25 insolventen Unternehmen konnte Insolvenzverwalter Rolf Rottunde 20 Filialen retten. Das Aus trifft die Promarkt-Flächenmärkte in Berlin-Marienfelde, Bremen-Kattenturm, Landshut, Heidelberg und St. Leon Rot. Grünes Licht hingegen gibt es für die Standorte Magdeburg, Böblingen, Berlin-Gropiusstadt, Schenefeld bei Hamburg und Langenfeld. Diese Filialen übernimmt ElectronicPartner. "Wir werden diese Standorte mit dem Markenlabel MediMax weiterführen", erklärt dazu EP-Chef Oliver Haubrich. "Sobald die Kaufverträge in Kraft treten, setzen wir alles daran, die Standorte so schnell wie möglich komplett auf unsere Systeme umzustellen und in unser Filialnetz zu integrieren", so Haubrich weiter.
Die restlichen 15 Elektrofachmärkte wurden mit (teilweise) neuem Geld gerettet. Die Finanzspritze kommt von der englischen Gordon Brothers International sowie von den bisherigen Gesellschaftern Michael und Matthias Wegert. Die Filialen sollen künftig unter dem Label "ProMarkt.de" firmieren. Das Konzept: eine Verknüfung von stationärem Handel und Online-Verkauf. Die Gläubiger sollen dem Plan noch im August zustimmen. "Die Forderungsverzichte der Gläubiger im Insolvenzplan sind zwar schmerzlich, aber bieten größere Vorteile als eine Zerschlagung", erläutert Rottunde das Vorgehen.
Hintergrund: Am 15. Februar mussten die Multi-Media ProMarkt Handels GmbH in Berlin wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden.


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