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Auerswald stellt sich in Eigenverwaltung neu auf

Der ITK-Hersteller Auerswald hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Der Geschäftsbetrieb läuft ohne Einschränkungen weiter, die Gehälter der rund 110 Beschäftigten sind zunächst über Insolvenzgeld abgesichert.
© (Quelle: Auerswald)

Auerswald und die verbundene Gesellschaft für Datensysteme haben beim Amtsgericht Braunschweig entsprechende Anträge gestellt, die am 29. Juli genehmigt wurden. Damit bleibt die Geschäftsführung im Amt und steuert den Prozess selbst, unterstützt von den Torsten Gutmann und Oliver Liersch. Die Sachwalter Christian Hausherr und Laars Schoppe begleiten die Verfahren im Auftrag der Gläubiger.

Geschäftsführer Christian Auerswald betont, man habe sich frühzeitig für diesen Weg entschieden, um die Unternehmensgruppe zu erhalten. Trotz rückläufiger Bestellungen und verschobener Projekte sieht das Unternehmen Chancen: ein stabiles Kerngeschäft, laufende Projektverhandlungen und ein Sanierungskonzept mit Maßnahmen zur Liquiditätssicherung.

Hohe Energie- und Rohstoffpreise, gestörte Lieferketten sowie die Folgen von Pandemie und Ukraine-Krieg haben in den vergangenen Jahren auf die Bilanz gedrückt. Hinzu kam zuletzt eine Investitionszurückhaltung vieler Kunden. Mit der Neuausrichtung will Auerswald vor allem seine Schwerpunkte IT-Security und KI-basierte Lösungen für mittelständische Unternehmen stärken. Bereits im Mai hatte das Unternehmen auf einem virtuellen Partnertag angekündigt, seine Produktstrategie stärker auf Sicherheitsthemen und den praxisnahen Einsatz von Künstlicher Intelligenz auszurichten – unter anderem im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben durch NIS-2 und den Cyber Resilience Act.

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