Notebooksbilliger meldet Cyberangriff und warnt Kunden
Der Onlinehändler Notebooksbilliger aus Sarstedt hat seine Kunden per E-Mail über einen Cyberangriff auf seine IT-Systeme informiert. Die Kundeninformation ging am Mittwochabend, 14. Oktober, hinaus und liegt unter anderem ComputerBase vor. Zuerst berichtete Borns IT- und Windows-Blog darüber. Nach ersten Untersuchungen könnten Kundendaten betroffen sein. Genannt werden E-Mail-Adressen, möglicherweise auch Namen und Anschriften sowie gegebenenfalls die Bankverbindung (IBAN), sofern sie als Zahlungsweg genutzt wurde.
Passwörter sind laut Notebooksbilliger nach aktuellem Kenntnisstand nicht betroffen. Kreditkartendaten speichere das Unternehmen nach eigenen Angaben grundsätzlich nicht, sie seien deshalb ebenfalls nicht betroffen.
Warnung vor Betrug und Lastschriften
Notebooksbilliger weist auf Risiken hin: Unbefugte könnten versuchen, die Daten zu missbrauchen, etwa mit gefälschten E-Mails, SMS oder Anrufen, die vorgeben, vom Händler, einer Bank, PayPal oder einer Behörde zu stammen. Außerdem bestehe das Risiko unberechtigter Lastschriften vom Konto. Kunden sollen bei Nachrichten wachsam sein, die sich auf den Vorfall beziehen oder im Namen des Händlers verschickt werden, keine Links in verdächtigen Nachrichten öffnen und keine Anhänge anklicken. Ihre Kontobewegungen sollen sie im Blick behalten. Nach Passwörtern, PINs oder TANs frage das Unternehmen niemals, weder per E-Mail noch telefonisch oder per SMS.
Nach eigenen Angaben hat Notebooksbilliger nach Entdeckung des Vorfalls umgehend Maßnahmen ergriffen, um weiteren Missbrauch zu unterbinden. Externe Fachleute sind eingeschaltet, die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde wurde informiert und Strafanzeige erstattet. Die Untersuchungen dauern an. Wann der Angriff stattfand, welche Systeme betroffen waren und wie viele Kunden betroffen sein könnten, teilt das Unternehmen nicht mit.