Die schnellsten Computer der Welt

Art der Messung nicht mehr zeitgemäß

Mit einem Supercomputer des Herstellers Lenovo hat es Deutschland auf Platz neun geschafft. "SuperMUC-NG" arbeitet im Leibniz-Rechenzentrum in Garching bei München und kommt auf eine Leistung von 19,5 Petaflops.
Die Anlage, die noch vor einem halben Jahr auf dem achten Platz rangierte - das "NG" steht für "Next Generation" - steht Forschern aus ganz Europa zur Verfügung, die etwa in Bereichen der Astro- und Festkörper-Physik, in der Medizin oder der Katastrophen- und Umweltforschung arbeiten.
Auf dem letzten Platz in der Rangliste kam ein Lenovo-Rechner der chinesischen Internet Company N D2 auf 1,022 Petaflops.
Die "Top 500"-Liste wird seit 26 Jahren halbjährlich zur Supercomputer Conference veröffentlicht, die diesmal in Frankfurt am Main stattfindet. Sie gilt noch immer als wichtige Messlatte in der Branche, manche Kritiker halten die Art der Messung jedoch nicht mehr für zeitgemäß. Der sogenannte Linpack-Benchmark ermittelt zwar die Schnelligkeit, aber nicht die Rechen-Effizienz einer Anlage. Bei komplizierten Berechnungen wie Simulationen in der Klimaforschung oder dem maschinellen Lernen und Künstlicher Intelligenz geht es aber nicht mehr allein um eine schnelle Berechnung, sondern um eine für die verschiedenen Arbeitsschritte optimierte Nutzung der Rechenleistung.


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