Heißer Draht zum Smartphone 28.08.2014, 13:55 Uhr

Der Fitness-Tracker Qairos von Baros im Test

Fitness-Armbänder sind in diesem Jahr das Trendprodukt schlechthin, auch Baros hat mit dem Qairos ein solches Gerät ins Programm aufgenommen. Wir haben das Gerät genauer unter die Lupe genommen.
Mit 79 Euro ist der Fitness-Tracker Qairos vom Hersteller Baros aus Hannover vergleichsweise günstig, muss sich aber trotzdem nicht vor den Konkurrenzprodukten der großen Hersteller verstecken. Das derzeit nur in Schwarz erhältliche Armband verfügt über einen stabilen Verschluss, der auch bei sportlicher Betätigung sicher am Arm hält.
Allerdings ist das Gummimaterial ein wahrer Schmutzmagnet, und so sieht das Qairos recht schnell verstaubt aus. Das verbaute Display arbeitet mit blauen LEDs, was auch bei Tag eine gute Ablesbarkeit erlaubt. Mittels zweier Tasten – leider mit schlechtem Druckpunkt - klickt man durch die einzelnen Funktionen, dabei gilt es zwischen langem und kurzem Klick zu unterscheiden, was nicht immer gleich richtig gelingt.
Neben dem obligatorischen Schrittzähler, der sich auch gut kalibrieren lässt, gibt es einen intelligenten Wecker, der in einem vorher definierten Zeitintervall (mehr als 19 Minuten sind aus unerfindlichen Gründen nicht einstellbar) per Vibration weckt. Dabei berücksichtigt das Gerät die Leichtschlafphasen und schlägt deshalb nicht an, wenn man sich gerade im Tiefschlaf befindet. Des Weiteren gibt es einen Trainingsmodus, der allerdings aufgrund der dann unterschiedlichen Schrittlänge beim Joggen gegenüber dem Gehen und der daraus resultierenden Ungenauigkeit wenig bringt.
Gut gefallen hat uns die Möglichkeit, das Gerät per Bluetooth Low Energy mit dem Smartphone zu koppeln - so wird man über neue Nachrichten (Google Hangouts, SMS, iMessage und Co.) sowie eingehende Anrufe informiert. Die Anrufer-ID beziehungsweise die ersten Zeichen der Nachricht scrollen dabei über das einzeilige Display, allerdings recht langsam, sodass man dann doch meistens das Smartphone aus der Tasche holt.
Der Akku hat im Bluetooth-Dauerbetrieb bei täglicher Aktualisierung der kostenlosen App und in Verbindung mit dem Smartphone rund eine Woche durchgehalten, ohne dauerhafte Bluetooth-Koppelung schaffte er mehr als doppelt so lange – ein hervorragender Wert.
Die App ist im Vergleich zu schön gelösten Anwendungen wie etwa denen von Jawbone oder Withings eher spartanisch und schmucklos gehalten, auch die Auswertungsmöglichkeiten beschränken sich aufs Wesentliche. Die Synchronisierung mit dem Qairos klappte dafür stets problemlos, eine Einbindung der eigenen Daten in Portale wie zum Beispiel Runtastic gibt es allerdings nicht.

Fazit

Zu einem Preis von unter 80 Euro hat Baros ein konkurrenzfähiges Fitness-Armband mit kleinen Schwächen auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu manch anderem Gerät bietet das Qairos-Armband aber auch dann noch einen Mehrwert, wenn der erste Zauber des Schritte-Zählens und des Schlaf-Analysierens verflogen ist. Die Verbindung zum Smartphone und die Benachrichtigung über sanftes Vibrieren sind sehr praktisch, gerade für Nutzer, die den Vibrationsalarm des Smartphones nicht immer wahrnehmen. 



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