Navi-Test 01.01.2009, 10:18 Uhr

Falk F10

Das neue Topmodell von Falk soll beim Auswählen von Routen vom Wissen der Community profitieren
Ob ein Navigationssystem den Weg in jedem Fall -besser kennt als ein Fahrer, ist durchaus fraglich: Ge-rade wer auf vertrautem Terrain unterwegs ist, weiß, wo es Staus gibt, die Straßen schlecht sind und wo der ein oder andere Schleichweg zu finden ist, den auch die Kartenexperten von Navteq und Tele Atlas nicht kennen. Von diesem Wissen der Community sollen jetzt die Navi-Systeme von Falk profitieren.
Denn das neue Spitzenmodell F10 soll dazulernen können, indem es sich gefahrene Strecken merkt. Diese werden dann beim Synchronisieren am PC über das Web der Community zur Verfügung gestellt und selbst Empfehlungen anderer Fahrer auf diesem Weg aufgenommen. Mangels Masse in der gerade erst gestarteten Datenbank konnten wir diese Funktion beim F10 allerdings noch nicht wirklich testen. Erst in einigen Monaten wird sich hier wohl ein deutlicher Effekt ergeben. Aber auch -ohne dieses besondere Feature hinterlässt das neue Spitzenmodell des schwäbischen Anbieters im Test insgesamt einen guten Eindruck.Der F10 bietet für rund 400 Euro viel Ausstattung wie TMCpro, einen FM-Transmitter, Sprachsteuerung, Bluetooth, einen Blitzerwarner über die Web-Synchronisation sowie Navteq-Europakarten von 44 Ländern. Die Berechnung von Routen und das Finden von Satelliten erfolgen zügig, und auch die einzelnen Menüs wechseln schnell. Allerdings reagiert der Touchscreen manchmal nicht sofort auf Eingaben, so dass der Fahrer beim Zielen auf die eher kleinen Felder auf dem Display abgelenkt werden kann. Als zusätzliche Eingabehilfe gibt es eine recht gut funktionierende Sprachsteuerung, die allerdings auch nicht ganz ohne den Blick auf die Anzeige auskommt. Die Routenführung selbst ist zügig und die Ansagen klar, allerdings könnten der Zoom auf Kreuzungen und die Spurpfeile größer dargestellt werden. Hier setzt noch immer Konkurrent Navigon mit seiner Software den Maßstab. Bei der Darstellung verzichtet Falk auf opulente Extras wie 3D-Gebäude oder Berge, was der Flüssigkeit der Darstellung zugutekommt.Wer als Tourist unterwegs ist, wird den Deutschland-Reiseführer von Marco Polo schätzen, der bereits aufgespielt ist. Interessierte können sich die Texte sogar von -einer leider ziemlich synthetisch klingenden Stimme vorlesen lassen. Beim dynamischen Routing bietet das F10 dem Anwender TMCpro, wobei die Umleitungsempfehlungen und Einstellungen etwas klein auf dem Display erscheinen. Leider gehört zu diesem Feature auch ein sehr langes Antennenkabel, das unschön im Auto herumhängt. Praktisch ist dagegen die Magnethalterung von Falk, die ein schnelles -Entnehmen des Systems erlaubt. Das kompakte Gehäuse, dessen beinahe blendfreier 4,3-Zoll-Touch-screen fast die gesamte Vorderseite einnimmt, ist aus schwarzem Klavierlack und wirkt hochwertig.Falk bietet also in der oberen Preisklasse mit dem F10 eine interessante Alternative für Anwender, die eine Vollausstatung wünschen und auch auf Zusatzinformationen wie den Reiseführer Wert legen. Ob sich das neue System des "lernenden" Navis in der Praxis bewähren kann, muss aber erst noch ein Langzeittest zeigen.
Internet: www.falk.de, www.fm-i.de
Karten: 44 Länder West- und Osteuropas
Dynamische Navigation: TMCpro
Display: 4,3 Zoll
Preis: 399,95 Euro
+ Spracheingabe
+ Verkehrsfunk mit TMCpro
+ viele Zusatzinformationen
- Kreuzungszoom/Spurassistent zu klein
- Touchscreen reagiert nicht immer


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