Navi-Umleitung 01.03.2010, 11:15 Uhr

Gemeinden ächzen unter erhöhtem Verkehrsaufkommen

Laut einer Umfrage des ADAC leiden Kommunen in Autobahnnähe unter immer stärkerer Verkehrsbelastung. Schuld sind Navigationssysteme mit automatischen Stauwarn- und Umleitungssystemen.
Mit der zunehmenden Verbreitung und Nutzung von Navigationssystemen wachsen in Städten und Gemeinden in Autobahnnähe die Verkehrsprobleme durch Stau-Flüchtlinge. Das berichtet der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) und beruft sich dabei auf eine selbst durchgeführte Umfrage unter 1.000 Kommunen in Autobahnnähe.
Das Ergebnis: Zwei Drittel der befragten Gemeinden klagen über regelmäßige Staus in den Ortsdurchfahrten sowie über mehr Straßenlärm und schlechtere Luft. Knapp die Hälfte gab an, dass die Probleme in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden sins. In diesem Zeitraum sei die Zahl der Navis auf rund 20 Millionen gestiegen, so der Verkehrsclub - viele der Geräte sind mit automatischen Stauwarn- und Umleitungssystemen ausgestattet.

Navi-Umleitung: Gemeinden ächzen unter erhöhtem Verkehrsaufkommen

In diesem Zusammenhang kritisierte der Verkehrsclub, dass die Ursache für viele Verkehrsprobleme bei den Navigationsgeräten selbst läge. Diese reagieren oft schon auf kurze Staus mit der unnötigen Empfehlung, die Autobahn zu verlassen und auf Nebenstrecken auszuweichen - diese stießen dann schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.
Der ADAC fordert nun, das Stauerfassungssystem auch auf Bundes- und Landesstraßen auszuweiten. Zudem müssten die Verkehrsinformationen künftig weitere Angaben zur Ursache und Dauer eines Staus sowie zum Durchschnittstempo beinhalten. Um die zusätzlichen Nachrichten kostengünstig ins Auto übertragen zu können, fordert der ADAC, das Digital Radio TPEG als Nachfolgesystem von TMC einzuführen.



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