Verkauf 09.06.2020, 10:29 Uhr

Telefónica Deutschland wird Großteil der Funkmasten los

Wie erwartet hat Telefónica Deutschland rund 10.000 Funkmasten veräußert - und damit seine Nettoverschuldung um etwa 500 Millionen Euro verringert.
(Quelle: Telefónica )
Der Mobilfunkanbieter Telefonica Deutschland (O2) hat wie erwartet erneut Funkmasten an eine andere Tochter seines spanischen Mutterkonzerns ausgelagert. Es seien 10.100 Masten für insgesamt 1,5 Milliarden Euro an Telxius verkauft worden, teilte der spanische Telecom-Konzern Telefonica mit. Die Nettoverschuldung werde sich durch die Transaktion um etwa 500 Millionen Euro verringern.
Der deutsche Mobilfunkanbieter, dessen Anteile zu 70 Prozent bei Telefonica liegen, hatte bereits vor vier Jahren 2.350 freistehende Mobilfunkmasten an Telxius abgegeben und damit knapp 590 Millionen Euro erlöst.
Telxius will in Europa zu einem führenden Anbieter von Funk- und Sendemasten werden. Das Unternehmen gehört zur Hälfte Telefonica. Der Finanzinvestor KKR hält 40 Prozent und Amancio Ortega, der dank seines 59 Prozent-Anteils am spanischen Modekonzern Inditex mit einem Vermögen von zuletzt rund 55 Milliarden Euro der reichste Mann Spaniens ist, besitzt die restlichen zehn Prozent.
Der Verkauf von Sendemasten hilft Telecom-Konzernen dabei, ihre Bilanzen zu entlasten und Geld für Investitionen in das neue schnelle 5G-Mobilfunknetz einzusammeln. Funktürme und Mobilfunkstandorte gelten als attraktives Investment für professionelle Anleger wie Versicherer und Finanzinvestoren, die an einer stabilen Rendite aus den Standortmieten interessiert sind.

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone will seine europäische Funkturmsparte im Jahr 2021 an die Börse bringen. Die Deutsche Telekom hatte ihre Funktürme schon vor Jahren in eine eigene Gesellschaft ausgelagert, ist aber noch alleinige Besitzerin.




Das könnte Sie auch interessieren