Ein anderer Weg: Das LG G8X Dual Screen im Test

Viele Möglichkeiten

Wirklich sinnvoll ist ein solches Konzept mit einem Doppelbildschirm natürlich nur, wenn beide Teile auch zusammen wirken. Die noch auf Android 9 basierende Software, die das umsetzt, funktioniert schon recht gut, es gibt aber auch noch Hänger. So ist es möglich, beide Bildschirme separat mit unterschiedlichen Apps parallel zu nutzen: Die Möglichkeiten sind vielfältig, zum Beispiel wenn links ein Youtube-Video läuft und rechts die Mails gelesen werden können.
Beim Surfen unterstützt der Chrome-Browser die Darstellung über beide Webseiten, dabei stört aber der breite Rand des Scharniers zwischen den beiden Displays. Zu den interessanten Anwendungen des Doppelscreens gehören die Nutzung jeweils eines der Bildschirme als Gamepad oder QWERTZ-Tastatur.
Mit dem aktuellen Snapdragon 855 als Prozessor und 6 GB Arbeitsspeicher ist das G8X sehr gut für alle Aufgaben gerüstet. Selbst beim anspruchsvollen Multi­tasking mit beiden Bildschirmen gibt es keine Verzögerungen.
Wohl aufgrund des schon hohen Gewichts hat LG der Hülle mit dem Zweitbildschirm nicht noch einen eigenen Akku spendiert. Somit steht nur der Kraftspender des Smartphones bereit, der mit 4.000 mAh ordentlich dimensioniert ist und es alleine gut über 1,5 Tage kommen lässt. Beim Betrieb beider Displays ist die Laufzeit aber mit etwa fünf Stunden deutlich kürzer. Wenn das Smartphone in der Hülle steckt, kann es zudem nur umständlich über einen mitgelieferten magnetischen Adapter geladen werden, da der USB-C-Stecker nur am Gerät selbst vorhanden ist und durch die Hülle verdeckt wird.
Die Kamera auf der Rückseite des Smartphones hat zwei Linsen und schießt bei ausreichend Licht scharfe und farbechte Fotos. Bei schwachen Lichtverhältnissen sind die Flaggschiffe der Konkurrenz aber deutlich besser. Neben der Hauptlinse mit 12 Megapixel Auflösung und einer Blende mit f/1.8 gibt es den von LG bekannten Weitwinkel für bis zu 136 Grad, was mehr ist als bei vielen Konkurrenten. Ein optischer Zoom fehlt allerdings.
Fazit
Quelle: Telecom Handel



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