Viel Ausstattung fürs Geld 18.08.2015, 11:43 Uhr

Das Sony Xperia M4 Aqua im Test

Sony bringt das Xperia M4 Aqua mit vielen Features der Topmodelle, aber zum halben Preis auf den Markt. Ob die Käufer trotzdem Abstriche machen müssen, zeigt der Test.
Das Xperia M4 Aqua wird zur Markteinführung von Sony mit den Features der Xperia-Z-Topmodellen zum Mittelklassepreis beworben. Gegenüber den Flaggschiffen beträgt der Preis zwar mit 279 Euro tatsächlich nur die Hälfte, doch die Konkurrenten ohne große Markennamen bieten auf den ersten Blick ähnliche Technik auch schon für knapp 200 Euro. Ob der Japaner ihnen gegenüber Vorteile hat, klärt ein erster Test.
Dass irgendwie gespart werden musste, merkt man auf Anhieb beim Gehäuse des Xperia M4 Aqua, das nicht wie bei den teureren Brüdern aus gehärtetem Glas, sondern nur aus glattem Kunststoff besteht. Dieser wirkt jedoch wertig und die Verarbeitung ist solide. ­Allerdings fallen auf der Rückseite deutlich spürbare Kanten auf. Das Material bringt ein recht niedriges Gewicht von 136 Gramm mit sich. Leider ist der Akku fest installiert.
Vielen Konkurrenten hat das Xperia M4 Aqua den Schutz vor Staub und Wasser gemäß den Normen IP65 und IP68 vor­aus. Damit dieser in bis zu 1,5 Metern Tiefe gewährleistet ist, müssen allerdings die Abdeckkappen vor den Slots für die SIM- und die Speicherkarte sorgfältig verschlossen werden. Ein Fortschritt gegenüber früheren Sony-Smartphones mit dieser Schutzklasse ist der jetzt offen liegende Micro-USB zum Laden.

Xperia M4 Aqua hat weniger Tasten

Zur Bedienung des Xperia M4 Aqua gibt es keine physischen Tasten an der Oberseite, sondern Sony bietet hier lediglich eine Wippe für die Lautstärkeregelung und zwei Knöpfe zum Einschalten sowie für die Kamera an. Während der runde Einschalter gut zu drücken ist, fällt die Wippe allerdings zu klein aus. 
Das Display hat fünf Zoll Diagonale, was für viele User ausreichend sein dürfte. Die IPS-Anzeige bietet zudem HD-Auflösung und ist leuchtstark, spiegelt aber auch stark. Der Akku ist recht ausdauernd: Bei normaler Nutzung hielt das Xperia M4 Aqua etwa zwei Tage durch. In Notfällen hilft auch der gut gemachte Stromsparmodus.
Für ein Mittelklassegerät ist das Smartphone ziemlich schnell, denn Sony hat dem Xperia M4 Aqua ­einen 64-Bit-Achtkernprozessor von Qualcomm spendiert, der mit viermal 1,5 und viermal 1,0 GHz getaktet ist. Dazu gibt es 2 GB Arbeitsspeicher. Mit einem Antutu-Benchmark von rund 34.000 liegt es etwa auf dem Niveau der Flaggschiffe der letzten Generation, beispielsweise des LG G3. Dank LTE (Cat.4) ist auch der Datenempfang des Xperia M4 Aqua schön schnell. Allerdings ist der Datenspeicher mit bis zu 8 GB, von denen fast die Hälfte schon belegt ist, eher knapp bemessen, dafür gibt es einen MicroSD-Slot zur Erweiterung um bis zu 32 GB.
Wie von Sony schon gewohnt, sind auch die Kameras leistungsfähig, vor allem die Frontkamera mit 5,1 Megapixeln Auflösung hat gegenüber früheren Modellen an Schärfe zugelegt. Auch die 13-Megapixel-Hauptkamera auf der Rückseite ist für diese Preisklasse überdurchschnittlich, vor allem was die Aufrufgeschwindigkeit von weniger als einer Sekunde und die realistische Farbwiedergabe betrifft.
Der Automatikmodus des Xperia M4 Aqua ist bei beiden Knipsern so gut, dass er in den meisten Situationen die richtigen Einstellungen trifft und für gute Bilder sorgt, ansonsten sind aber auch ausreichend viele manuelle Möglichkeiten vorhanden, die über ein Extramenü aktiviert werden müssen.



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