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Lesedauer 3 Min.

Selbstbedienung breitet sich rasant aus

Immer mehr Kundinnen und Kunden scannen und bezahlen selbst. Laut EHI-Studie ist inzwischen jede 18. Kasse in Deutschland eine Self-Checkout-Kasse – Tendenz stark steigend. Besonders der Lebensmitteleinzelhandel treibt die Entwicklung.

Immer mehr Kundinnen und Kunden erledigen Scan- und Bezahlvorgang selbst – der Trend zu Self-Checkout-Systemen im Handel hält ungebrochen an

© (Quelle: shutterstock / Anatoliy Cherkas)

Der Griff zum Scanner statt zur Kassenschlange wird im deutschen Einzelhandel zunehmend zur Normalität. Wie das EHI Retail Institute in seiner aktuellen Markterhebung feststellt, hat sich die Zahl der Geschäfte mit Self-Checkout-Systemen innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt. In über 11.000 Filialen steht inzwischen mindestens eine Form der Selbstbedienungskasse oder des mobilen Scannens zur Verfügung – oft sogar in Kombination.

„Das eigene Scannen der Artikel an der Kasse oder mobil am Regal sehen Händler als zusätzlichen Kundenservice, weil es Wartezeiten verkürzt oder lästiges Umpacken an der Kasse vermeidet. Insbesondere der Personalmangel hat die Verbreitung solcher Systeme beschleunigt“, erklärt Frank Horst, Leiter der EHI-Initiative Self-Checkout.

Mehrheit nutzt stationäre Systeme

Von den 11.120 erfassten Geschäften setzen 10.366 auf stationäre Self-Checkout-Kassen, während 3.646 Filialen Self-Scanning-Systeme anbieten – etwa per Handscanner, Einkaufswagentechnik oder App. In knapp 2.900 Läden stehen den Kunden sogar mehrere Varianten zur Auswahl. Besonders deutlich ist das Wachstum bei festen SCO-Systemen: Ihre Zahl stieg binnen zwei Jahren um 143 Prozent, mobile Varianten legten um 69 Prozent zu.

Mit rund 60 Prozent aller SB-Kassen liegt der Lebensmitteleinzelhandel an der Spitze. Mehr als 6.200 Supermärkte und Discounter verfügen heute über knapp 4 SB-Kassen im Schnitt, insgesamt rund 25.000 Geräte. Damit erreicht der LEH laut EHI einen Marktanteil von über zehn Prozent.

Drogeriemärkte folgen mit 21 Prozent Anteil, rund 40 Prozent aller Filialen sind dort bereits umgerüstet. Auch Baumärkte holen auf: Etwa 880 der rund 2.000 Märkte verfügen über Self-Checkout-Kassen – ein Anteil von acht Prozent.

Jede 18. Kasse ist eine SB-Kasse

Insgesamt zählt das EHI im Einzelhandel (im engeren Sinne) 710.000 Kassen, davon 38.650 Self-Checkout-Geräte. Damit ist mittlerweile jede 18. Kasse in Deutschland eine SB-Kasse. Besonders dynamisch entwickelt sich das Segment im Lebensmittelhandel, wo viele Betreiber bei Umbauten oder Neueröffnungen neue Systeme einplanen. Auch im Discountbereich rechnet das Institut mit weiterem Wachstum.

Alle Details der Markterhebung sind auf der Website der EHI-SCO-Initiative abrufbar.

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