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Studie zeigt vier Zukunftsszenarien für Payment 2035

Die Beratungsgesellschaft SRC analysiert, wie sich der europäische Zahlungsverkehr bis 2035 entwickeln könnte. Die Studie skizziert vier mögliche Szenarien und leitet strategische Optionen für Banken ab.
© (Quelle: DALL-E)

Wie könnte der Zahlungsverkehr in Europa im Jahr 2035 aussehen, und welche Rolle spielen Banken, KI-gestützte Dienste und ein möglicher digitaler Euro? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Zukunftsstudie „Bezahlen 2035“ der SRC Security Research & Consulting GmbH. Die Untersuchung beschreibt vier Entwicklungspfade, die zentrale technologische und regulatorische Trends zusammenführen.

Im Mittelpunkt stehen die Szenarien „Wallet World“, „Tanz der KI-Agenten“, „Digitaler Euro übernimmt“ und „Paneuropäische Coopetition“. Sie greifen Themen wie Tokenisierung, Automatisierung durch KI, die Weiterentwicklung regulatorischer Grundlagen wie PSD3, PSR und FiDA sowie unterschiedliche Ausprägungen europäischer Zusammenarbeit auf. SRC sieht darin mögliche Orientierungsgrößen für Kreditinstitute, die ihre Marktrolle in einem veränderten Ökosystem definieren müssen.

„Uns ging es darum, Kreditinstituten konkrete strategische Orientierung zu geben – für eine Zukunft, in der europäische Souveränität, KI und Kooperation neu austariert werden müssen“, sagt Markus Schierack, Geschäftsführer von SRC. Die Studie betont, dass nicht eine einzelne Technologie den Zahlungsverkehr prägen werde, sondern das Zusammenspiel von KI, Tokenisierung, Regulierung und marktwirtschaftlicher Dynamik.

Für Banken könnte nach Einschätzung der Autoren insbesondere die Kundenschnittstelle an Bedeutung gewinnen. Gefragt seien datenbasierte Mehrwertdienste und die Fähigkeit, neue Rollen in kooperativen Strukturen einzunehmen. Der digitale Euro könnte – je nach Ausgestaltung – zusätzliche Verschiebungen im Markt auslösen.

„Wir sehen mit allen Szenarien einen klaren Paradigmenwechsel im Payment-Ökosystem“, sagt Mirko Torgen Oesau, Leiter strategische Beratung und Vertrieb bei SRC. Entscheidend sei künftig weniger die Frage nach Dominanz einzelner Anbieter, sondern nach erfolgreichen Kooperationsmodellen zwischen etablierten und neuen Marktteilnehmern.

Die Studie basiert auf einer Kombination aus Desk Research, Experteninterviews, einer Online-Befragung und zwei Workshops, ergänzt durch eine strategische Wettbewerbssimulation mit rund 25 Teilnehmenden. Die Ergebnisse sollen in weitere Fachveranstaltungen, Diskussionen mit Verbänden und interne Strategieprozesse einfließen.

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