Angebot zu gering
15.12.2017, 09:05 Uhr

Gemalto wehrt sich gegen Übernahme durch Atos

Die Übernahme des niederländischen Chipkarten-Herstellers Gemalto durch den französischen IT-Dienstleister Atos ist ins Stocken geraten. Das 4,3 Milliarden Euro schwere Angebot sei deutlich zu gering ausgefallen.
(Quelle: maxsattana / Shutterstock.com)
Der französische IT-Dienstleister Atos trifft bei der geplanten Übername des niederländischen Chipkarten-Herstellers Gemalto auf Widerstand. Das 4,3 Milliarden Euro schwere Atos-Angebot sei deutlich zu niedrig, und Gemalto stehe alleine besser da, erklärten die Niederländer am Mittwochabend in Amsterdam. Die Offerte biete auch keine Basis für Gespräche.

Atos bekräftigte daraufhin in der Nacht auf Donnerstag die Gesprächsbereitschaft. Der mögliche Zusammenschluss bringe Vorteile für beide Unternehmen, ihre Angestellten und Kunden, hieß es in der Mitteilung. Man komme mit freundlichen Absichten und hoffe, dass die Gemalto-Führungsspitze in einen Dialog tritt.

Atos war am Montag mit seiner Offerte an die Öffentlichkeit gegangen, nachdem die Franzosen bereits Ende November in Briefen an das Gemalto-Management ihr Interesse bekundet hatten. Atos bietet pro Aktie 46 Euro - das entspricht einem Aufschlag von gut einem Drittel zum letzten Schlusskurs vor der Veröffentlichung des Angebots.

IT-Dienstleister Atos hatte vor Jahren die IT-Tochter SIS von Siemens übernommen und will mit Gemalto nach eigenen Angaben ein führendes Unternehmen bei Cyber-Sicherheit und digitalen Dienstleistungen schmieden. Gemalto ist vor allem für seine Produkte und Services rund um Bank- und andere Chipkarten bekannt.


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