2. Generation 22.05.2019, 11:15 Uhr

Apples neue AirPods im Test

Apple brachte schon mit den AirPods der ersten Generation einen starken Konkurrenten zu anderen True-Wireless-Kopfhörern auf den Markt. Wir haben uns angesehen - und angehört - inwieweit sich für Besitzer der ersten Generation ein Wechsel zum neuen Modell lohnen kann. 
(Quelle: Apple)
von Luca Schackmann
Die AirPods sind laut Apple die meistverkauften Kopfhörer am Markt - und haben kürzlich eine Überarbeitung erfahren. Die neuen AirPods werden in zwei Varianten verkauft: Zum einen die Version mit Standard-Lade-Case für 179 Euro, zum anderen die AirPods mit Wireless-Charging-Ladecase, das drahtloses Laden unterstützt, für 229 Euro.
Außerdem kann man auch nur eine Ladehülle ohne AirPods für 89 Euro kaufen und damit seine AirPods der ersten Generation drahtlos zu laden. Beide Generationen besitzen dasselbe Design, der einzige optische Unterschied besteht beim Lade-Case: Der grün oder rot leuchtende Punkt, der die Akkuladung anzeigt, ist nun an die Außenseite des Cases gewandert. 
Die Verbindung mit dem iPhone ist sehr gut gelöst. Man muss nur Bluetooth an seinem Gerät aktiviert haben und das Lade-Case öffnen. Nach ein bis zwei Sekunden erscheint auf dem Smartphone ein Fenster, das dem Nutzer anbietet, sich mit den Headphones zu verbinden. Auch das Koppeln mit einem Android-Gerät funktioniert ohne Probleme, indem man den an der Rückseite des Lade-Cases angebrachten Knopf drückt. Nun kann man in den Bluetooth-Einstellungen nach den AirPods suchen. Bei der Kopplung mit einem Android-Smartphone sollte man jedoch bedenken, dass einige Funktionen nicht funktionieren, so gibt es zum Beispiel die automatische Trageerkennung nicht, und auch "Hey Siri" steht nicht zur Verfügung.
Die Sound-Qualität hat sich im Vergleich zur 1. Generation nicht wesentlich geändert, doch diese war schon bei diesem Modell auf hohem Niveau. Es ist immer noch erstaunlich, welchen Bass die Kopfhörer erzeugen, obwohl sie keine Silikon-Abdichtung haben. Doch auch die hohen Töne gehen nicht unter und verschwimmen auch bei hoher Lautstärke nicht mit den anderen Frequenzen. Gut zu hören ist dies unter anderem bei der "Kleinen Nachtmusik" von Mozart. Die Bassleistung lässt sich sehr eindrucksvoll mit den Red Hot Chili Peppers und "The Getaway" oder "In My Mind" von Dynoro & Gigi D´Agostino testen.
Die Akkulaufzeit des Case ist gleich geblieben mit bis zu 24 Stunden, auch die Laufzeit der AirPods ist mit 5 Stunden identisch. Nur die Sprechzeit ist von 2 auf knapp 3 Stunden gestiegen. Praktisch: Sollte der Akku doch einmal leer gehen, reicht ein 15-minütiges Aufladen für 3 Stunden Musik.
Ein großes Ärgernis bei Bluetooth-Kopfhörern ist die mitunter hohe Latenzzeit, die beispielsweise bei der Videowiedergabe den Ton asynchron abspielt. Dank des neuen H1-Chips soll dieses Asynchronität im Gegensatz zu den AirPods der ersten Generation verringert worden sein, allerdings war diese auch damals kaum wahrnehmbar.
Insgesamt hat Apple mit den neuen AirPods erneut sehr gute Kopfhörer mit Top-Soundqualität am Start, die mit einem ausdauernden Akku punkten können. Doch das Upgrade auf die AirPods der zweiten Generation lohnt sich nicht für jeden, da sie nur vergleichsweise wenige Vorteile gegenüber den ersten AirPods aufweisen können. Doch wem die wenigen neuen Features wie zum Beispiel die Siri-Kompatibilität, die geringere Latenzzeit und eine Stunde mehr Sprechzeit genug sind, kann ein Upgrade in Betracht ziehen. Für die dritte Generation wünschen wir uns mehr Steuerungsmöglichkeiten direkt an den Ohrteilen sowie mehr Features für Android-User.



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