VATM-Studie 14.05.2021, 10:52 Uhr

Gigabit-Ausbau schreitet voran

Der Breitbandausbau in Deutschland nimmt laut einer aktuellen VATM-Studie langsam Fahrt auf. Demnach sollen bis zum Jahr 2030 alle Haushalte in Deutschland an das Gigabit-Netz angeschlossen sein.
(Quelle: Maksim Gusarov/Shutterstock )
Immer mehr Bundesbürger können daheim schnelles Internet bekommen. Der Anteil der verfügbaren Gigabit-Anschlüsse wird Mitte dieses Jahres bei 62,4 Prozent der Haushalte in Deutschland liegen und damit knapp drei Prozentpunkte höher als zum Jahreswechsel, wie aus einer nun publizierten Studie von Dialog Consult im Auftrag des Branchenverbandes VATM hervorgeht. Für Ende dieses Jahres wird ein Anteil von mehr als zwei Dritteln prognostiziert.
Etwas mehr als jeder dritte Haushalt nutzt die Möglichkeit zum schnellen Festnetz-Internet und hat einen relativ teuren Vertrag, der Rest verzichtet darauf. Es geht um schnelles Internet mit einem Download-Tempo von bis zu einem Gigabit pro Sekunde, bei einigen Anschlüssen sogar noch mehr. Sind allerdings mehrere Menschen in der Umgebung gleichzeitig im Internet, kann die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich sinken.
Die Deutsche Telekom setzt bei ihrem Gigabit-Netz auf reine Glasfaser-Anschlüsse, Vodafone hingegen vor allem auf eine Übertragung über TV-Kabel auf der letzten Strecke bis zum Kunden. Bis 2030 sollen alle Haushalte in Deutschland an das Gigabit-Netz angeschlossen werden.
Aus Sicht von VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner ist das ein realistisches Ziel. "2030 werden wir es geschafft haben", sagte er. Allerdings gab er zu bedenken, dass man "die letzten zwei, drei Prozent" der Haushalte nicht an das Festnetz-Gigabitnetz anschließen werde, weil ihre Häuser zu abgelegen sind. Für sie könnte sich dann Internet über Mobilfunk oder über Satelliten anbieten, sagte der Chef vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM).




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