ITK-Markt 16.07.2012, 16:50 Uhr

Eito prognostiziert weltweites Wachstum

Trotz der Finanz- und Bankenkrise soll der weltweite ITK-Markt auch im Jahr 2012 weiter wachsen - um 5 Prozent auf 2,57 Billionen Euro. Allerdings gibt es bei der Entwicklung große regionale Unterschiede.
(Quelle: © Yanterric - Fotolia.com)
Die Banken- und Finanzkrise kann der positiven Entwicklung des weltweiten ITK-Marktes offenbar nichts anhaben. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest das European Information Technology Observatory (EITO) in seiner neuen Publikation „ICT Market Report 2012/13“.
Demnach wird in diesem Jahr der Umsatz voraussichtlich 2,57 Billionen Euro betragen - das entspricht einem Wachstum von 5,1 Prozent. Der Prognose zufolge legen die beiden großen Segmente Informationstechnologie und Telekommunikation dabei gleichermaßen um jeweils 5 Prozent zu.
Allerdings entwickelt sich die ITK-Branche regional sehr unterschiedlich. Während diese in den Schwellenländern boomt, stagnieren die Märkte in Westeuropa - oder sind sogar rückläufig.
Konkret stehen die Schwellenländer den Angaben zufolge in diesem Jahr bereits für mehr als ein Viertel (27 Prozent) der weltweiten ITK-Nachfrage. Bis 2020 soll ihr Anteil sogar auf fast die Hälfte steigen. Westeuropa ist hingegen die Region mit dem geringsten Wachstum. Der ITK-Umsatz soll hier um 1,2 Prozent auf 617 Milliarden Euro zulegen – sofern sich die Euro-Krise nicht noch weiter zuspitzt. Für 2013 werde ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet.
Dazu Dieter Kempf, Präsident des Branchenverbands Bitkom: „Viele westeuropäischen Märkte leiden stark unter den Folgen der Euro-Krise, nur Osteuropa wächst ähnlich schnell wie der Weltmarkt." Auch Deutschland sei mit einem Plus von 1,6 Prozent eine positive Ausnahme und stabilisiere die europäische ITK-Branche.
Generell sei "Mobilität" über alle Märkte hinweg der stärkste Wachstumstreiber im Technologiesektor, so der Bitkom-Präsident weiter. Dabei investierten insbesondere Schwellenländer massiv in die mobile ITK-Infrastruktur und den Ausbau der entsprechenden Kapazitäten. Der Grund: Handys, Laptops & Co. sind dort von herausragender Bedeutung, wenn es um den Zugang zu Informationstechnologie geht.



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