Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Freenet verschlankt den Vorstand auf zwei Mitglieder

Robin Harries (CEO) und Ingo Arnold (CFO) führen künftig allein die Geschäfte der Freenet AG. Zwei bisherige Vorstände scheiden aus, zwei weitere bleiben in Geschäftsführungsfunktionen – mit weitgehend unveränderten Aufgaben.

Robin Harries (links) und Ingo Arnold bilden ab September 2025 gemeinsam den Vorstand der Freenet AG. Arnold bleibt bis mindestens Ende 2029 Finanzvorstand

© (Quelle: Freenet)

Freenet verschlankt den Vorstand: Ab dem 1. September 2025 werden nur noch Robin Harries (CEO) und Ingo Arnold (CFO) die Geschäfte des börsennotierten Unternehmens führen. Der Beschluss wurde vom Aufsichtsrat am 5. August 2025 gefasst und im Rahmen des Halbjahresberichts veröffentlicht. Ziel ist es laut Unternehmen, Verantwortlichkeiten klarer zuzuweisen, Entscheidungsprozesse zu straffen und die Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg zu stärken.

Die Verkleinerung betrifft die bisherigen Vorstandsressorts von Nicole Engenhardt-Gillé (CHRO – Personal und ESG), Antonius Fromme (CCE – Kunde), Stephan Esch (CTO) und Rickmann von Platen (CCO – Partnerbeziehungen). Engenhardt-Gillé und Fromme werden das Unternehmen verlassen. Esch und von Platen bleiben in leitender Funktion unterhalb des Vorstands tätig – als Geschäftsführer mit weitgehend unveränderten Aufgaben, vor allem im operativen Mobilfunkgeschäft. Lediglich der Vertrag von Esch lief ohnehin aus; alle übrigen standen turnusmäßig zur Verlängerung an.

Im Zuge des Umbaus hat der Aufsichtsrat den Vertrag von CFO Ingo Arnold um vier Jahre bis Ende 2029 verlängert. Dies soll Kontinuität im Rahmen der Neuausrichtung sichern.

Wachstum trotz Druck im Markt

Die Führungsreform fällt in eine Phase operativer Stabilität: Der Free Cashflow stieg im ersten Halbjahr 2025 um 5,2 Prozent auf 159 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA lag mit 257,4 Millionen Euro leicht über dem Vorjahreswert. Die Gesamtzahl der zahlenden Abonnenten erhöhte sich auf 10,311 Millionen – ein Zuwachs von 161.000 gegenüber dem Jahresende 2024.

Getragen wurde dieses Wachstum vor allem vom Mobilfunksegment: Dort legte das Postpaid-Geschäft netto um 130.000 Kunden auf 7,731 Millionen zu. Auch waipu.tv konnte trotz des Endes der Telefónica-Vermarktung 61.000 zusätzliche Abo-Kunden gewinnen und kommt nun auf 2,002 Millionen. Rückläufig war hingegen freenet TV: Dort sank die Kundenzahl um rund 23.000 auf 473.000. Der Nettozuwachs ergibt sich damit aus einer positiven Entwicklung in Mobilfunk und IPTV, die den Rückgang im klassischen linearen TV überkompensierten.

Im Mobilfunkbereich ging der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) leicht zurück – laut Freenet eine Folge des zunehmenden Preiswettbewerbs und des Ausbaus günstigerer Angebote im Discount-Segment.

Im TV-Geschäft legte das EBITDA um 13,8 Prozent zu, getragen vom Wachstum bei waipu.tv. Die schwächere Entwicklung bei freenet TV und Media Broadcast wurde dadurch mehr als ausgeglichen. Für das Gesamtjahr bestätigt Freenet die Prognose eines bereinigten EBITDA zwischen 520 und 540 Millionen Euro sowie eines Free Cashflows von 300 bis 320 Millionen Euro.

Neueste Beiträge

Vodafone startet Cloud-Kooperation mit Amazon Web Services
Vodafone startet eine mehrjährige strategische Zusammenarbeit mit Amazon Web Services (AWS), um Unternehmen und Behörden in Deutschland durchgängige souveräne Cloud-Dienste anzubieten.
2 Minuten
8. Mai 2026
Faro-com geht mit zwei Aktionen zur Fußball-WM an den Start
Der Distributor Faro-com legt zur Fußball-WM zwei Aktionen für seine Handelspartner auf: Sofort startet die „WM Bestellaktion 2026 – Bestellen & gewinnen“ und später die „WM Rabattaktion 2026“.
2 Minuten
11. Mai 2026
Deutsche zahlen am PoS immer weniger mit Bargeld
Nur noch knapp ein Drittel des Umsatzes im stationären deutschen Einzelhandel wird mit Bargeld gemacht, mobile Endgeräte liegen dagegen im Trend. Das zeigt die neue EHI-Studie "Zahlungssysteme im Einzelhandel 2026".
3 Minuten
8. Mai 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Tim Höttges: „Verlässlichkeit macht einen Unterschied."
Auf der Hauptversammlung der Telekom zog der Vorstandvorsitzende Tim Höttges eine positive Bilanz und kündigt deshalb für die Aktionäre des Unternehmens eine Dividende in Rekordhöhe an.
3 Minuten
2. Apr 2026
Glasfasertarife von 1&1 jetzt im Ausbaugebiet von OXG verfügbar
Die strategische Kooperation zwischen 1&1 und OXG geht in die nächste Runde: Ab sofort können Kunden, die in den von OXG bundesweit ausgebauten Gebieten wohnen, die Glasfasertarife des Anbieters buchen.
2 Minuten
23. Apr 2026
Sonova will Kopfhörersparte von Sennheiser verkaufen
Der Schweizer Hörgerätespezialist Sonova hat angekündigt, im Rahmen einer neuen Strategie sein Consumer-Geschäft mit den Kopfhörern Marke Sennheiser verkaufen zu wollen.
2 Minuten
24. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige