Smarter WLAN-Repeater 26.06.2017, 13:15 Uhr

Google Wifi startet in Deutschland

Der smarte WLAN-Repeater Google Wifi ist ab sofort auch in Deutschland verfügbar. Über das Gerät lässt sich das Heimnetz um ein "vermaschtes" Drahtlosnetzwerk erweitern, das sich wiederum über eine Smartphone-App verwalten lässt.
(Quelle: Google)
Google hatte sein WLAN-Repeater-System namens Google Wifi erstmals im vergangenen Herbst zusammen mit den Pixel-Smartphones und anderen Geräten der Öffentlichkeit präsentiert. Jetzt ist das Smart-Home-Gadget auch in Deutschland verfügbar.
Google Wifi: Das Netzwerk-Gerät lässt sich per Smartphone-App konfigurieren.
Quelle: Google
Rein technisch handelt es sich bei Google Wifi nicht etwa um einen klassischen Repeater, der das Drahtlosnetzwerk des Routers erweitert, sondern vielmehr um einen separaten Zusatzrouter, der ein eigenes WLAN-Netzwerk zur Verfügung stellt. Angeschlossen wird Google Wifi daher auch direkt an den LAN-Port des vorhandenen Routers.
Im Betrieb baut das Gerät ein sogenanntes Mesh-Network auf, also ein "vermaschtes" Netzwerk, das sich um beliebig viele Knotenpunkte erweitern lässt. In der Regel reiche ein Einzelsystem für kleine Wohnungen aus, bei mittelgroßen bis großen Wohnungen beziehungsweise Häusern sollen zwei bis drei Google-Wifi-Systeme für eine Komplettabdeckung genügen.

Über App priorisierte Geräte konfigurieren

Dank einer "intelligenten" Steuerung des Drahtlosnetzwerks verspricht Google Wifi eine optimale Verteilung der zur Verfügung stehenden Bandbreite auf alle verbundenen Geräte. Dabei können Anwender über eine dazugehörige App priorisierte Geräte konfigurieren, die jeweils die schnellste Verbindung ins Internet erhalten sollen. So lässt sich beispielsweise für ruckelfreies HD-Streaming bei einem gemütlichen Fernsehabend der Smart-TV bevorzugt behandeln.
Google Wifi unterstützt die Standards WLAN 802.11a/b/g/n/ac, gleichzeitiges Dualband-WLAN (2,4 GHz/5 GHz) und Bluetooth Smart Ready. Für die Anbindung ins Heimnetz und weiterer Geräte stehen zwei 1-Gigabit-Ethernet-Ports zur Verfügung. Die Verarbeitung der Inhalte übernimmt ein nicht näher definierter Vierkern-Prozessor mit bis zu 710 MHz, diesem stehen 512 MByte RAM und 4 GByte eMMC-Speicher zur Seite. Automatische Software-Updates, WPA2-PSK und ein Infineon SLB 9615 TPM sollen für die nötige Sicherheit sorgen.
Rund 140 Euro müssen Nutzer für ein Einzelsystem berappen, mit einer zusätzlichen Einheit werden rund 250 Euro fällig. Die Geräte sind online im Google Store sowie bei MediaMarkt, Saturn, Mobilcom-Debitel, Vodafone, Conrad, EP, Medimax, Cyberport und Tink erhältlich.




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