Microsoft will „moralischer Anführer“ der Digitalbranche werden

So ändern sich die Zeiten

Beispiele sind heute schon Drohnen, die über komplexe Rohrleitungssysteme in Industrieanlagen fliegen, mögliche Schadstellen identifizieren und Reparaturanweisungen für die Teams am Boden ausfertigen und per E-Mail senden. Der weltgrößte Drohnenhersteller DJI aus China hat eine Kooperation mit Microsoft geschlossen und wird Technologie der Cloud-Plattform Azure in die Hardware integrieren und Entwickler-Software für Windows 10 bereitstellen.
Ein intelligenter Konferenzraum erkennt alle Teilnehmer einer Konferenz an ihrer Stimme oder ihrem Bild, führt selbsttätig Protokoll und bucht Folgetermine, weil er die Kalender aller Teilnehmer kennt. "Adaptive Cards" werden es möglich machen, Rechnungen direkt aus dem E-Mail-Eingang von Outlook heraus zu bezahlen, ohne das Programm verlassen oder andere Zahlungsprogramme aufrufen zu müssen.

Dafür kooperiert Microsoft mit zahlreichen Zahlungsdienstleistern. Die können gerne in quelloffener Open-Source-Software programmieren, also nicht mit Microsoft-Werkzeugen. So etwas wäre vor fünf Jahren noch praktisch undenkbar gewesen. Jetzt hat Microsoft eine Partnerschaft mit Github geschlossen. Das ist die derzeit größte öffentlich zugängliche Sammlung von Open-Source-Programmbibliotheken. Jeder Entwickler darf sich hier bedienen und die Software kostenlos in seine Apps integrieren.

Das größte einzelne Unternehmen mit über 17.000 Zulieferungen zu Github ist - Microsoft. Das Unternehmen, dessen Mitgründer Bill Gates seinerzeit kostenlose Software noch als "unamerikanisch" abgestempelt hatte. So ändern sich die Zeiten. Und es hat sich bislang ausgezahlt für Microsoft.




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