100 Mbit/s 31.07.2015, 15:38 Uhr

Highspeed-Internet: NetCologne startet Vectoring

NetCologne zündet den Datenturbo: Dank Vectoring sind nun in ausgewählten Gebieten Surf-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s möglich.
Tacho
(Quelle: Martin Bech - Fotolia.com )
Der Internetanbieter NetCologne hat die ersten 1.200 Kabelverzweiger für die Vectoring-Technologie freigeschaltet. Damit erhöht sich die Surf-Geschwindigkeit in vielen Ausbaugebieten auf bis zu 100 Mbit/s, der Upload steigt auf bis zu 40 Mbit/s. 
„Wir haben seit der Vectoring-Entscheidung der Bundesnetzagentur in allen Ausbaugebieten die entsprechenden Vorkehrungen für den späteren Einsatz dieser Technologie getroffen“, erklärt NetCologne-Geschäftsführer Jost Hermanns. „Zum heutigen Stichtag können wir nun für all diese Kabelverzweiger Vectoring per Knopfdruck freischalten.“
Zunächst sollen insgesamt rund 200.000 Haushalte von dem neuen Datenturbo profitieren. Zu den Vectoring-Gebieten gehören aktuell neben Leverkusen, Pulheim, Wesseling, Elsdorf, Kerpen, Bergheim, Bedburg, Bergisch Gladbach, Niederkassel, Burscheid, Windeck, Eitorf und Betzdorf auch die Kölner Stadtteile Weiden, Lövenich, Rondorf, Hochkirchen und Godorf. Darüber hinaus befinden sich laut NetCologne die Gebiete Dormagen, Hürth, Frechen, Erftstadt, Bornheim, Brühl und Alfter derzeit im Ausbau. Bis Mitte 2016 will das Unternehmen hier weitere 200.000 Haushalte mit Vectoring versorgen.
Der Hintergrund: NetCologne hatte in den vergangenen Jahren in zahlreichen Städten und Gemeinden innerhalb des eigenen Verbreitungsgebiets bereits Glasfaserleitungen verlegt - zum Teil im Eigenausbau, zum Teil in Form von Kooperationen. Durch den Ausbau bis zum Kabelverzweiger waren hier bislang Geschwindigkeiten bis 50 Mbit/s möglich. Dank Vectoring steigt die Bandbreite nun auf bis zu 100 Mbit/s.
Möglich wird dies durch einen zusätzlichen Prozessor, der in die grauen Technikgehäuse am Straßenrand integriert wird. Er korrigiert Störsignale zwischen den Leitungen auf der letzten Kupfermeile in Echtzeit durch ein entsprechendes Gegensignal. In der Folge können die Daten deutlich schneller übertragen werden.
Die Voraussetzung für den Einsatz von Vectoring ist die technische Exklusivität eines Anbieters am Kabelverzweiger. Allerdings können Mitbewerber überall dort, wo ein Unternehmen Vectoring einsetzt, ein entsprechendes Vorleistungsprodukt für die höheren Geschwindigkeiten beziehen - und dieses dann an ihre eigenen Kunden weitergeben.



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