Quartalszahlen 11.08.2014, 11:00 Uhr

QSC rutscht in die Verlustzone

Der Kölner ITK-Anbieter QSC muss im zweiten Quartal 2014 einen Verlust von 3,9 Millionen Euro ausweisen. Auch der Umsatz entwickelte sich rückläufig.
Der Kölner ITK-Anbieter QSC ist im zweiten Quartal 2014 wieder in die Verlustzone gerutscht. Nach einem Nettogewinn in Höhe von 5,2 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahresquartal musste das Unternehmen nun ein Minus von 3,9 Millionen Euro in die Bilanzbücher schreiben. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte von 19,2 auf 10,5 Millionen Euro.
Auch der Umsatz entwickelte sich rückläufig: Dieser ging von 113,5 auf 109,4 Millionen Euro zurück. Als Ursache für die negative Geschäftsentwicklung nannten die Kölner insbesondere den Bereich IT-Consulting, der sich schwächer als erwartet entwickelt habe. Das gelte auch für den Absatz neuer ITK-Produkte.
Trotz der schwachen Performance plant QSC auch weiterhin, für das Gesamtjahr eine Dividende in Höhe von mindestens 0,10 Euro je Aktie zu bezahlen. Ebenfalls hält das Unternehmen an seiner Gesamtprognose für 2014 fest - allerdings wird nun das untere Ende der ursprünglich genannten Spannen als realistisches Ziel ausgegeben.
Dieses sieht einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro sowie ein Ebitda-Ergebnis von 60 Millionen Euro vor. Diese Zahlen könnten allerdings nur dann erreicht werden, wenn der Absatz der ITK-Produkte im zweiten Halbjahr 2014 wieder deutlich anziehe und sich darüber hinaus auch das IT-Consulting-Geschäft erhole. Gleichzeitig startet QSC ein Programm, das die Firma vor allem strukturell noch effizienter aufstellen soll. Ferner ist geplant, Führungsteams neu zu gruppieren.
QSC-Chef Jürgen Hermann: „Wir müssen unsere Stärken in der Entwicklung wesentlich besser in Marktstärke ummünzen.“ Nur so könne QSC die sich bietenden Chancen im Cloud-Markt und beim Übergang der Wirtschaft in das Industrie 4.0-Zeitalter richtig nutzen. Das soll auch durch Zukäufe gelingen, laut Hermann wolle man 2014 noch ein bis zwei weitere Technologiefirmen erwerben.“



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