Dashcam mit 4k-Auflösung: Nextbase 612GW im Test

Großer Aufnahmewinkel bei der 612GW

Die Nextbase 612GW bietet 150 Grad Aufnahmewinkel
(Quelle: Nextbase)
Wichtig bei einer Dashcam ist neben der Auflösung zum Erkennen von Details nach einem Unfall auch der Winkel, den das Gerät abdeckt. Gerade günstigere Modelle behelfen sich durch eine einfache gekrümmte Linse. Dadurch wird zwar ein sehr großes Feld erfasst, die Proportionen sind damit aber extrem verzerrt. Teurere Kameras vermeiden dies durch den Einsatz spezieller Linsen, die Nextbase 612GW kommt so auf einen Winkel von 150 Grad. Damit ist bei Montage in der Mitte der Windschutzscheibe das gesamte Blickfeld des Fahrers abgedeckt. 
Die Montage an sich ist einfach – sofern man die Kamera nur einfach an der Scheibe anbringen möchte. Die Saugnapfhalterung sitzt sehr sicher und kann nur mit Mühe wieder entfernt werden. Gerade im Falle eines Unfalls ist das wichtig, da die Dashcam sonst einerseits zum gefährlichen Geschoss werden kann und andererseits nicht mehr das aufzeichnet, was vor dem Fahrzeug passiert. Die Halterung verfügt über ein integriertes GPS-Modul, sodass auch die aktuelle Position aufgezeichnet werden kann. Da eine Dashcam im Regelfall dauerhaft im Fahrzeug verbleibt und nur bei einem Unfall entfernt wird, empfiehlt es sich, das mit vier Metern ausreichend lange Kabel zum Zigarettenanzünder hinter der Verkleidung zu verlegen – das ist aber alles andere als einfach. Hier wäre ein flacheres Kabel praktisch gewesen. 
Im Test konnten wir natürlich keinen Unfall simulieren, doch bereits bei einer starken Vollbremsung reagierte die Kamera und speicherte die Minuten vor und nach dem vermeintlichen Unfall fix auf der Speicherkarte. Ansonsten werden die aufgenommenen Daten nach drei Minuten wieder überschrieben, so will der Hersteller den strengen Datenschutzregeln genügen.
Insgesamt hat uns die Nextbase 612GW gut gefallen, die Videoqualität ist über jeden Zweifel erhaben und dürfte bei einem Unfall wertvolle Hinweise liefern. Ob es tatsächlich 4k sein müssen oder ob man nicht auch mit Full-HD auf der sicheren Seite ist, muss jeder selbst entscheiden. Auch die geringere Auflösung reicht unserer Einschätzung nach, um verwertbares Videomaterial zu generieren. Der Preis ist mit 299,99 Euro relativ hoch, sodass wohl nur Vielfahrer oder Besitzer von Fuhrparks hier zugreifen werden. Für den Rest sind die günstigeren Modelle wie etwa die 512GW (199,99 Euro) besser geeignet.



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