23.10.2014, 13:36 Uhr

Bitkom prognostiziert Smart-Home-Markt den baldigen Durchbruch

Der Branchenverband Bitkom glaubt an eine rasante Entwicklung des Smart-Home-Marktes in Deutschland bis zum Jahr 2020. Bis dahin soll es über eine Million intelligent vernetzter Haushalte geben. 
(Quelle: peshkova - fotolia.com)
Der Smart-Home-Markt steht in Deutschland vor dem Durchbruch – das glaubt zumindest der Branchenverband Bitkom, der sich dabei auf eine Marktprognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte stützt.
Demnach sollen bis zum Jahr 2020 voraussichtlich in einer Million Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren und Geräte zu finden sein. Damit würde sich die Anzahl der „Smart Homes“ in Deutschland innerhalb von fünf Jahren mehr als verdreifachen. Zum Vergleich: Ende 2013 gab es hierzulande gerade einmal 315.000 intelligent vernetzte Privathaushalte.
„Der Smart-Home-Markt ist keine Nische mehr. Unternehmen aus der CE, der klassischen ITK, der Elektroinstallationsbranche sowie Hausgerätehersteller und Energieversorger arbeiten zusammen und entwickeln in einem erstaunlichen Tempo neue, smarte und vernetzbare Geräte“, sagt Stephan Schneider, Vorsitzender des Bitkom-Arbeitskreises Connected Home.
Und Gunther Wagner, Director Technologie bei Deloitte, ergänzt: „Vergleichbar mit der Entwicklung zum Connected Car in der Automobilbranche wird sich das Connected Home über die nächsten Jahre immer mehr zum Standard entwickeln.“
Ob diese optimistischen Prognosen allerdings auch so (früh) eintreffen, wird sich erst noch zeigen. Denn in den vergangenen Jahren blieb der Smart-Home-Markt – trotz ähnlich positiver Vorhersagen – weit hinter den Erwartungen zurück.  
Denn was in der Theorie einfach klingt - alle Geräte im Smart Home kommunizieren problemlos miteinander und erhöhen damit die Wohn- und Lebensqualität – erweist sich in der Praxis als komplexes Vorhaben. Das Hauptproblem: Viele Komponenten setzen auf unterschiedliche Standards. Neben den offensichtlichen Unterschieden bei Kabeln und Steckern sorgen vor allem die verschiedenen Protokolle und elektrischen Eigenschaften für große Probleme.
Vor diesem Hintergrund hatten sich in der Vergangenheit bereits verschiedene Hersteller und Anbieter zusammengeschlossen, um Lösungen zu entwickeln, die auf einheitlichen Standards aufsetzen. Ein Beispiel dafür ist Qivicon, die Smart-Home-Plattform der Deutschen Telekom. 



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