Deutschland-Start 04.12.2020, 09:35 Uhr

Blabloo Wave 1 führt Kinder ans Thema Smartphone heran

Die Schweizer Firma Movigo bringt mit dem Blabloo Wave 1 ein Smartphone, dessen Funktionen für Eltern so skalierbar sind, dass Kinder schrittweise an die Nutzung gewöhnt werden können.
(Quelle: Movigo )
Obwohl manche Eltern diese Entwicklung nicht unbedingt begrüßen, sinkt das Alter, in dem Kinder das erste Smartphone haben wollen, immer mehr. Laut einer Studie des Bitkom nutzten 2019 bereits 54 Prozent aller Sechs- bis Siebenjährigen zumindest gelegentlich ein Smartphone, und sechs Prozent hatten auch schon ein eigenes Gerät. Bei den Zehn- bis Elfjährigen waren es 82 Prozent, die eines nutzten, und 75 Prozent, die dieses Smartphone auch besaßen.
Wenn es um diese Hardware geht, gab es aber bisher kaum Versuche, spezielle Geräte für Kinder anzubieten. Lediglich bei Tablets und seit kurzem auch mit Smartwatches von Herstellern wie Xplora wird die Zielgruppe überhaupt bedient. Die Marktlücke bei Smartphones will die Schweizer Firma Movigo schließen. Mit dem Blabloo Wave 1 bringt diese ein erstes spezielles Kinder-Smartphone auf den Markt, mit dem Eltern ihre Kinder beim sicheren Einstieg in die digitale Welt begleiten können. In Deutschland verantwortet die Indus­trievertretung Norbert und Gabriela Engelmann den Vertrieb, Fachhändler können die Produkte über Brodos beziehen. Gabriela Engelmann sieht den Fachhandel als wichtigen Vertriebskanal für das Produkt: „Im Gegensatz zu Kinderschutz-Apps ist das Blabloo-Smartphone auch ein Geschäft für den Handel.“
Die Hardware des mit 149,90 Euro recht günstigen Smartphones, das von Mobiwire­ hergestellt wird, ist wenig spektakulär: An Bord sind ein 5,5-Zoll-IPS-Display, ein Quadcore-Prozessor und eine 13-Megapixel-Kamera. Entscheidend ist die fest installierte Software, mit der eine sichere Nutzung und ein schrittweises Heranführen an das Thema „Smartphone“ möglich sein sollen: Sie bietet spezielle Funktionen, mit denen die Eltern die Nutzung einschränken und das Gerät aus der Ferne über eine App auf ihren eigenen iOS- oder Android-Smartphones verwalten können. Die Verknüpfung mit dem Gerät des Kindes erfolgt einfach über das einmalige Erfassen eines QR-Codes.
Wenn keinerlei Beschränkungen gesetzt werden, funktioniert das Wave 1 wie ein ganz normales Android-Smartphone. Es können dem Kind aber zum Beispiel Aufgaben wie das Zähneputzen übermittelt und die Nutzung des Smartphones für deren Dauer gesperrt werden. Der Zugang zu einzelnen Apps oder auch Kategorien lässt sich blocken oder zeitlich begrenzen. Ähnlich flexibel kann die Nutzung des Google Play Store reguliert werden. Sowohl eingehende als auch abgehende Anrufe sind ebenfalls auf bestimmte Nummern begrenzbar, auch die Freigabe der Nutzung von Hardware-Features wie der Kamera kann eingestellt werden.
Ein weiteres Feature ist der private Familien-Chat, für den die Eltern eine geschlossene und sichere Benutzergruppe definieren können, Fremde können auf diese Weise keinen Kontakt aufnehmen. Und schließlich hat das Smartphone eine Notruftaste auf der Rückseite, eine Ortung ist ebenfalls möglich.


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