Handelskonflikt 02.08.2019, 13:53 Uhr

Trump droht China mit noch höheren Strafzöllen

US-Präsident Trump setzt im Handelskrieg mit China auf Konfrontation. Er bestraft Peking und droht auch gleich mit noch mehr Zöllen. Kommt es so, will China mit Gegenmaßnahmen antworten.
(Quelle: Dilok Klaisataporn / shutterstock.com )
Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. China machte am Freitag deutlich, dass es mit Gegenmaßnahmen reagieren werde, wenn US-Präsident Donald Trump mit seinen neuen Strafzöllen ernst macht.
Trump hatte am Vortag für September zusätzliche Zölle von 10 Prozent auf chinesische Güter im Wert von 300 Milliarden Dollar (270 Milliarden Euro) angekündigt. Sie könnten sogar auf 25 Prozent oder "deutlich darüber hinaus" erhöht werden, warnte Trump im Weißen Haus. Alles hänge vom Abschluss eines Handelsabkommens mit China ab. "Wenn sie nicht mehr mit uns handeln wollen, dann wäre das für mich auch in Ordnung", sagte Trump.
China verurteilte das Vorgehen scharf. "Wenn die Maßnahmen der USA zur Einführung von Zöllen umgesetzt werden, muss China notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen, um die Kerninteressen des Landes und die Grundinteressen der Menschen entschlossen zu verteidigen", sagte Hua Chunying, eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums, am Freitag: "Alle Konsequenzen werden von den USA getragen."

Dow Jones Industrial in Mitleidenschaft gezogen

Unmittelbar nach Trumps Ankündigung der neuen Strafzölle in Höhe von 10 Prozent rutschte die US-Börse ins Minus. Der Dow Jones Industrial verlor gut ein Prozent. Die Leitbörsen in Japan und Hongkong gaben um jeweils mehr als zwei Prozent nach, ebenso der deutsche Leitindex Dax, der unter die Marke von 12.000 Punkten fiel.
Setzt Trump seine Ankündigung um, würden ab September damit Chinas gesamte Importe in die USA - 2018 waren es rund 540 Milliarden Dollar - von Strafzöllen erfasst. Auch China hat Strafzölle gegen US-Produkte erhoben.
Die Eskalation des Konflikts der größten Volkswirtschaften der Erde droht die globalen Konjunkturaussichten weiter einzutrüben. Das könnte auch die exportlastige deutsche Wirtschaft zusätzlich treffen.



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