Smartphone-Hersteller 09.02.2018, 14:54 Uhr

Wileyfox muss Insolvenz anmelden

Der britische Smartphone-Hersteller Wileyfox musste Insolvenz anmelden, nachdem der größte Investor in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.
(Quelle: Wileyfox)
Das britische Unternehmen Wileyfox startete im Jahr 2011 ambitioniert in den Smartphone-Markt mit dem Ziel, vor allem jüngere Käufergruppen anzusprechen. Mit einem Online-Vertrieb war Wileyfox auch in Deutschland aktiv.
Jetzt hat der Anbieter in Großbritannien Insolvenz angemeldet. In einem Statement heißt es, dass die russische Holding hinter Wileyfox ihre finanziellen Mittel vorwiegend von der russischen Bank Promsyyazban (PSV) erhalten hatte, die im Dezember von der russischen Zentralbank mit einem Handelsverbot belegt worden war. Als Konsequenz hat Wileyfox den Zugang zu Kapital verloren, nach Informationen der Website Techcrunch hatte das Unternehmen ohnehin praktisch keine Barreserven und viele Schulden.
Die Aktivitäten werden lediglich noch von einer sechsköpfigen Rumpfmannschaft fortgeführt, 20 weiteren Beschäftigten wurde gekündigt. Der Webshop ist zwar noch online, Produkte sind aber nicht mehr lieferbar. Die Frage, wie es mit dem Support für Besitzer der Smartphones aussieht, ist noch nicht geklärt. Offenbar wird an einer Lösung der Finanzierungsfragen gearbeitet, was den Fortbestand des Anbieters sichern könnte. 



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