Börsengang 03.08.2018, 10:42 Uhr

IPO: Sonos nimmt weniger ein als erwartet

Sonos muss bei seinem Gang auf Börsenparkett Abstriche machen. Der Preis pro Aktie viel mit 15 US-Dollar etwas niedriger aus als ursprünglich geplant. Damit kommt Sonos zum Start auf eine Börsenbewertung von knapp 1,5 Milliarden US-Dollar.
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Der Anbieter vernetzter Lautsprecher Sonos muss bei seinem Gang an die Börse Abstriche machen. Die 13,9 Millionen Aktien konnten nur zu einem Preis von 15 US-Dollar je Stück an die Investoren gebracht werden, wie das Unternehmen im US-amerikanischen Santa Barbara mitteilte. Angepeilt hatte die Firma aus Kalifornien 17 bis 19 US-Dollar je Aktie. Die Einnahmen des Börsengangs liegen mit 208 Millionen US-Dollar (178 Mio Euro) damit auch deutlich unter den erhofften 300 Millionen US-Dollar.
Sonos stieß bei seinem Börsengang bei den Investoren auf Vorbehalte, da die Aktienkurse anderer vergleichsweise neue Anbieter von Unterhaltungselektronik wie Fitbit oder Gopro zuletzt stark unter Druck standen. So kommt Sonos zum Start auf eine Börsenbewertung von knapp 1,5 Milliarden US-Dollar. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg hatte das Unternehmen im April noch einen Wert zwischen 2,5 und 3 Milliarden Dollar angepeilt.

Geschäftszahlen von Sonos

Sonos hatte Anfang vergangener Woche bekanntgegeben, dass das Quartal mit einem Verlust von bis zu 29 Millionen US-Dollar abgeschlossen wurde - damit lag das Minus ungefähr doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal. Hintergrund war ein Umsatzrückgang von 223 auf nach Firmenangaben bestenfalls 208,4 Millionen US-Dollar. Dies wiederum gehe darauf zurück, dass sich die teure Soundbar Playbase vor dem Start eines neuen Modells schlechter verkauft habe als ein Jahr zuvor. Zugleich ließ der kleine Lautsprecher Sonos One den gesamten Geräteabsatz in dem Vierteljahr von 796.000 auf bis zu 890.000 Geräte steigen.
Sonos, gegründet 2002, ist ein Vorreiter bei vernetzten Lautsprechern für den gesamten Haushalt. Die Firma erkannte aber recht spät den aktuellen Trend zu sprachgesteuerten digitalen Assistenten in den Geräten. Dieser neue Markt wird von Amazons Echo-Lautsprechern mit der Assistenzsoftware Alexa beherrscht, während Google und Apple auf Aufholjagd gehen.
Sonos reagierte und ließ als ersten Schritt die Musikwiedergabe auf seinen Lautsprechern per Sprache über den Echo steuern. Inzwischen integriert Sonos Alexa neben dem One auch in die neue Soundbar Base. Nach Zahlen vom Frühjahr wurden über 19 Millionen Sonos-Geräte in 6,9 Millionen Haushalten registriert. Die Firma rechnet für die kommenden Jahre mit einem schnell wachsenden Markt durch die verstärkte Nutzung von Musik-Streamingdiensten und Sprachassistenten.



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