Euronics zieht Bilanz 19.01.2011, 11:11 Uhr

"Telekommunikation ist nicht unser Sorgenkind"

Die Verbundgruppe erzielt zum sechsten Mal in Folge eine Umsatzsteigerung - einzig das TK-Segment schwächelt, entgegen dem allgemeinen Markttrend.
Abermals kann Euronics-Chef Benedikt Kober zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurückblicken: Im sechsten Jahr in Folge verzeichnet die Ditzinger CE-Verbundgruppe eine Umsatzsteigerung. Im Geschäftsjahr 2009/2010 (1. Oktober 2009 bis 30. September 2010) erhöhte das Unternehmen ihren zentralregulierten Umsatz um elf Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. 1.768 Mitglieder an 1.967 Standorten mit rund 12.000 Mitarbeitern erwirtschafteten damit einen Außenumsatz von vier Milliarden Euro. Die Genossenschaft konnte Boni für getätigte Umsätze in Höhe von insgesamt 114,9 Millionen Euro an ihre Mitglieder ausschütten - im Vorjahr waren das 98,3 Millionen Euro.
Der positiven Gesamtentwicklung über alle Warenbereiche hinweg steht der Umsatz im TK-Segment gegenüber: Dieser sank von 159 auf 154 Millionen Euro. "Mit einem Umsatzrückgang von drei Prozent ist die Telekommunikation der einzige Bereich, der kein Plus aufweist", so Kober - und das obwohl der Umsatz im Gesamtmarkt laut Cemix/Temax um zwölf Prozent gestiegen ist. Grund dafür sei nicht ein sinkender Hardware-Absatz, sondern die aktuelle Provisionspolitik der Netzbetreiber. Kober sieht die Entwicklung indes gelassen: "Die Telekommunikation ist nicht unser Sorgenkind. Mit einem Wachstum von rund 15 Prozent im angelaufenen Geschäftsjahr sind wir auf die Erfolgsspur zurückgekehrt." Insbesondere der anhaltende Smartphone-Boom spiele Euronics hier in die Hände.




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