Suspendierungswelle 30.07.2019, 09:29 Uhr

Mehrere Amazon-Accounts wieder entsperrt

Der letzten Suspendierungs-Welle auf Amazon.de fielen mehrere Dutzend Händler-Accounts zum Opfer. Jetzt berichten die ersten Betroffenen von teilweisen oder vollständigen Entsperrungen. Der Grund für die Sperre bleibt weiterhin rätselhaft.
(Quelle: shutterstock.com/Twin_Design)
Nachdem eine Suspendierungs-Welle bei Amazon letzte Woche Dutzende Händler-Accounts lahm legte und die betroffenen Seller sich in Rätselraten über die Sperrungsgründe ergingen, scheint sich jetzt langsam Entspannung am Horizont abzuzeichnen. Mehrere Händler berichten seit Freitag, dass ihre Accounts teilweise oder vollständig entsperrt wurden und sie nun auf einzelnen Länder-Marktplätzen oder auf allen von ihnen bespielten Amazon-Präsenzen wieder handeln dürfen. 
Die Erklärung seitens Amazon für die Entsperrung fällt dabei ähnlich dürftig aus wie die für die zuvor erfolgte Suspendierung - doch offenbar räumt Amazon verklausuliert eigene Fehler bei der Suspendierungswelle ein. "Wir haben Ihren Account und die Informationen, die Sie bereitgestellt haben, überprüft, und haben entschieden, dass Sie wieder auf Amazon verkaufen dürfen", heißt es in der entsprechenden Mail, die die wieder freigeschalteten Händler erhielten. "In unserem Bemühen unsere Community zu schützen, irren wir uns aus Vorsichtigkeit manchmal. Wir entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten, die dadurch entstanden sein mögen."

Die Folgen des Fehlers: Umsatzausfall und Retourenschwemme

Diese "Unannehmlichkeiten" bestehen nicht nur aus teilweise über einer Woche Umsatzausfall; auch offene Bestellungen aus der Zeit vor der Sperre hat Amazon während der Suspendierung gelöscht. Händler, die während der Sperre nicht auf ihren Seller-Account zugreifen konnten und deshalb nicht über die gelöschten Bestellungen informiert wurden, haben nun teilweise die offenen Bestellungen an die Kunden verschickt - die sich wiederum aufgrund der Information von Amazon über die gelöschte Bestellung bereits anderweitig umgesehen haben. Die Folge: eine Menge Retouren von Artikeln, die von den Händlern eigentlich ordnungsgemäß verschickt wurden. 
"Wir sind sehr gespannt, ob Amazon diese Schäden reguliert", so der Amazon-Seller Michael Meckelein von Geschenkissimo.de, dessen Account eine knappe Woche lang gesperrt war. "Fehler passieren, und technische Schwierigkeiten gibt es bei kleinen und großen Unternehmen. Die Umsatzeinbußen sind das eine. Was mich extrem stört, ist der Umgang von Amazon mit derartigen Vorfällen, insbesondere die fehlende Kommunikation. Amazon hätte doch ohne weiteres eine Infoseite à la "Wir haben ein technisches Problem und wir Arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung" oder Ähnliches online stellen können." 



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