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Deutsche Digitalbranche zeigt sich krisenfest

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen werden Umsatz und Beschäftigung in der deutschen ITK-Branche dieses Jahr laut dem Bitkom weiter zulegen.
© (Quelle: Dall-E)

Mehr Umsatz und mehr Jobs – das würden sich viele in der deutschen Wirtschaft wünschen, doch die geopolitische und die konjunkturelle Lage sind aktuell schwierig. Dem trotzt laut der Prognose des Branchenverbandes Bitkom die Digitalbranche, in der die Umsätze dieses Jahr um 4,4 Prozent auf 235,8 Milliarden Euro steigen sollen. Zudem sollen 9.000 neue Jobs entstehen – ein Wachstum um 0,7 Prozent auf 1,354 Millionen Beschäftigte.

„Die Digitalwirtschaft bleibt ein Stabilitätsanker und baut ihre Position als Deutschlands größter industrieller Arbeitgeber weiter aus. Die Geschäfte in der IT- und Telekommunikationsbranche verlaufen 2025 positiv, wenngleich nicht alle Unternehmen von dem Wachstum profitieren können,“ sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

Der Wachstumstreiber soll dieses Jahr dank KI und Cloud die IT sein: Nach der aktuellen Prognose werden in Deutschland damit 161,3 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 5,7 Prozent. Dominant ist dabei vor allem das Geschäft mit Software, das nochmals kräftig zulegt (plus 9,5 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro). KI-Plattformen, auf denen KI-Anwendungen entwickelt, trainiert und betrieben werden können, wachsen beim Umsatz um 50 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Weit mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Umsätze im Software-Markt werden bereits in Public-Clouds generiert: 30,6 Milliarden Euro entfallen hierauf – ein Anstieg um 17 Prozent. Auch bei IT-Dienstleistungen (Umsatz: 52,6 Mrd. Euro / +3,1 Prozent) machen Cloud-bezogene Services mit 19,3 Milliarden Euro bereits einen Anteil von 37 Prozent der Umsätze aus.

Auch der Markt für IT-Hardware liegt in den meisten Segmenten im Plus. Für 2025 wird den Bitkom-Prognosen zufolge insgesamt ein Wachstum von 4,8 Prozent auf 56,0 Milliarden Euro erwartet. Größter Wachstumstreiber ist dabei erneut der Bereich Infrastructure-as-Service, doch auch bei Tablets (+18 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro), Notebooks (+11,2 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro) und Desktop PCs (+10,4 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro) sind zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen.

Für den Telekommunikationsmarkt prognostiziert der Verband ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent auf 74,5 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hat weiterhin das Geschäft mit Telekommunikationsdiensten, das um 1,2 Prozent auf 53,4 Milliarden Euro zulegt. Auch der Umsatz mit Endgeräten steigt um 1,7 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickeln sich die Investitionen in die TK-Infrastruktur: Sie wachsen um 5,1 Prozent deutlich auf 8,0 Milliarden Euro an.

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