Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Notruf-Bilanz: Smartphones retten Leben

Zum „Tag des Notrufs“ haben die drei Netzbetreiber einige Zahlen veröffentlicht, die zeigen, wie wichtig Mobilfunk in Notfällen ist. Zudem führen sie Neuerungen ein.
© (Quelle: Vodafone/iStock/LightFieldStudios)

Über die Nummern 110 und 112 gehen jedes Jahr in Deutschland Millionen Notrufe in den Leitstellen von Feuerwehr und Polizei ein. Allein im Netz der Telekom waren es 2025 31,4 Millionen Meldungen, O2 Telefónica verzeichnete 4,7 Millionen Anrufe für die 112. Im Netz von O2 waren die Neujahrsnacht und eine Woche mit Unwettern Ende Juni besonders intensiv.

72 Prozent aller Notrufe erfolgen über das Mobilfunknetz, 28 Prozent über das Festnetz. Allein 15,3 Millionen Notrufe kamen aus dem Netz der Deutschen Telekom. Auch hier zeigt sich der Trend zum Mobilfunk: 62 Prozent dieser Anrufe wurden mobil getätigt, 38 Prozent über das Festnetz. Dazu kamen bei der Telekom 155.000 eCalls, das sind Notrufe, die ein Fahrzeug automatisch bei einem Unfall über eine eingebaute SIM-Karte absetzt.

Auf ein ärgerliches Phänomen verweist Vodafone: "Notrufe aus der Hosentasche". Diese Fehlalarme kosten die Rettungsdienste wichtige Ressourcen und Zeit. Hier gibt es aber eine klare Entspannung. Noch vor zwei Jahren verzeichneten die Rettungsleitstellen einen Anteil von bis zu 30 Prozent an Hosentaschenanrufen – verursacht unter anderem durch ein Software-Update von Android, bei dem das Telefon bei Erschütterungen oder bestimmten Bewegungen automatisch den Notruf wählte. Dieser Anteil ist nach Vodafone-Berechnungen auf aktuell unter fünf Prozent heruntergegangen.

Die Netzbetreiber entwickeln ihre Dienste und die Technik rund um Notrufe weiter: Die Telekom führt ab 2027 in den Leitstellen RTT (Real Time Text) ein, mit dem hör- oder sprachgeschädigte Menschen einen schriftlichen Kommunikationskanal nutzen können.

Vodafone hat an der flächendeckenden Einführung der Technologie AML (Advanced Mobile Location) mitgewirkt, durch die der genaue Standort der Menschen, die die 112 gewählt haben, an die Rettungsleitstellen übermittelt wird. Diese Hilfe für die Retter soll nun schrittweise auch für die Nummer 110 zum Einsatz kommen.

Außerdem haben alle drei Netzbetreiber Ende Januar den NG eCall, mit dem in Fahrzeugen 4G und 5G zur schnelleren Übermittlung von Anrufen und Daten bei den Notrufen eingesetzt wird, eingeführt.

Neueste Beiträge

Expert startet mit Payback und baut KI im Handel aus
Kundenbindung, digitale Vertriebswege und Künstliche Intelligenz stehen im Mittelpunkt der weiteren Ausrichtung von Expert. Auf der Hauptversammlung in Göttingen kündigte die Kooperation unter anderem den Start von Payback an und gab einen Einblick in ihre Pläne für das laufende Geschäftsjahr.
4 Minuten
29. Sep 2026
Pascom bringt KI-Telefonassistent Pia in den Regelbetrieb
Nach einer Testphase macht Pascom seinen KI-Telefonassistenten Pia nun für alle Kunden verfügbar. Der Voice Agent kann Gespräche führen, Informationen auswerten und abhängig vom Anliegen weitere Schritte anstoßen.
3 Minuten
30. Sep 2026
Praxis statt Hype: KI in der Kommunikation auf der communicate
KI verspricht, Kommunikationsflüsse zu entlasten und interne Prozesse zu beschleunigen. Wie viel davon im Alltag trägt, zeigt Sebastian Saeger, Partner Development Manager bei Wildix, in einem Vortrag auf der communicate.
2 Minuten
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Das sind die Smartphone-Bestseller des zweiten Quartals
Counterpoint Research hat wieder Liste der zehn weltweit am häufigsten verkaufen Smartphones veröffentlicht. Darunter finden sich jeweils fünf Modelle von Apple und fünf von Samsung, die Konkurrenten gehen leer aus.
2 Minuten
27. Aug 2026
Das sind die Smartphone-Bestseller des ersten Quartals
Fünfmal Samsung, viermal Apple und einmal Xiaomi: Die Marktforscher von Counterpoint Research haben die weltweit im ersten Quartal des Jahres am häufigsten verkauften Smartphones ermittelt.
2 Minuten
7. Mai 2026
Eine Ära im Vodafone-Vertrieb endet: Armin Heddenhausen geht
Mit Armin Heddenhausen verliert Vodafone eine der langjährigsten und bekanntesten Führungskräfte im indirekten Vertrieb. Über viele Jahre prägte er die Zusammenarbeit mit Fachhandel, Distribution und Vertriebspartnern. Seine berufliche Zukunft lässt er zunächst offen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige