Pixel Tag: Google bringt seinen ersten Gegenstandstracker
Schon länger gab es Gerüchte, dass Google einen eigenen Tracker als Konkurrent zu den AirTags von Apple auf den Markt bringen will. Für das Android-Ökosystem gibt es solche Gegenstandsfinder, die sich zum Beispiel an Reisegepäck oder Schlüsseln anbringen lassen, bereits von Herstellern wie Motorola.
Die Pixel Tags des Web-Riesen wurden zunächst nur für den US-Markt vorgestellt, wo sie erst ab dem 11. November verfügbar sein sollen. Ein Tag kostet 29 US-Dollar, das Viererpack gibt es für 99 US-Dollar. Wann sie nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt.
Sie nutzen außerhalb der Reichweite der Nachfunktechnologien das Google Find Hub, ein Netzwerk mit mehr als einer Milliarde anderer Android-Nutzer. Für die Ortung im Nahbereich setzt Google ähnlich wie Apple auf ein zweistufiges Tracking mittels Bluetooth 6 und Ultrabreitband (UWB). Dabei wird auch das mit Bluetooth 6 eingeführte Channel Sounding unterstützt, das eine etwa 10 Zentimeter genaue Ortung mit 10 Meter Reichweite ermöglicht. Die Funktion setzt mindestens Android 16 voraus. UWB ist noch präziser und hat mehr Reichweite, setzt jedoch voraus, dass das für die Ortung genutzte Smartphone ebenfalls UWB unterstützt.
Der Pixel Tag ist grundsätzlich mit allen Android-Geräten ab Version 9 kompatibel, so Google. Ein integrierter Lautsprecher spielt einen Ton, der das Finden erleichtert. Eine Taste am Gehäuse hilft umgekehrt, das eigene Smartphone klingeln zu lassen.
Im Gegensatz zu den runden Trackern der anderen Hersteller hat der Pixel Find ein ovales Gehäuse in Hellgrau aus Kunststoff und Metall, das 11,8 Gramm leicht ist. Es ist gemäß IP67 geschützt und soll in bis zu 30 Metern Tiefe wasserdicht bleiben. Die auswechselbare CR2032-Batterie soll etwa ein Jahr lang durchhalten.