Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Deutsche Unternehmen fordern heimische KI-Anbieter

Eine Bitkom-Umfrage zeigt: Künstliche Intelligenz ist in der Wirtschaft angekommen, aber rechtliche Unsicherheit und fehlendes Know-how bremsen den Einsatz. 93 Prozent der Firmen wünschen sich KI-Lösungen aus Deutschland.

KI made in Germany: Eine neue Bitkom-Studie zeigt, dass 93 Prozent der Unternehmen Lösungen aus Deutschland bevorzugen

© (Quelle: shutterstock / DesignRage)

Künstliche Intelligenz hat den Sprung in den Unternehmensalltag geschafft: Rund ein Drittel der deutschen Firmen setzt bereits KI ein, fast jedes zweite plant dies. Doch entscheidend für die weitere Entwicklung ist weniger die Nutzungsquote als die Frage, wer die Technologie liefert. Laut einer neuen Bitkom-Studie würden 93 Prozent der Unternehmen einen Anbieter aus Deutschland bevorzugen.

Insgesamt halten 88 Prozent der Firmen das Herkunftsland des KI-Anbieters für wichtig. Nach deutschen Anbietern folgen die USA (51 Prozent) und Japan (43 Prozent) auf den Plätzen zwei und drei. China spielt mit 18 Prozent kaum eine Rolle, Russland wird von keinem Unternehmen akzeptiert. Für Händler und Systemhäuser ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Wer seinen Kunden künftig KI-Dienste anbietet, sollte auf vertrauenswürdige, möglichst europäische oder deutsche Partner setzen.

Chancen überwiegen

Der Blick auf die Erwartungen fällt eindeutig aus: 83 Prozent der Befragten sehen KI als Chance für das eigene Unternehmen. 81 Prozent sind überzeugt, dass KI die wichtigste Zukunftstechnologie ist. Gleichwohl glaubt fast ein Viertel, dass KI das eigene Geschäftsmodell verändern könnte – und ebenso viele sorgen sich um die Existenz des Unternehmens. Gerade für kleinere Fachhändler und Systemhäuser kann es daher entscheidend sein, frühzeitig Know-how aufzubauen und den Markt aktiv zu gestalten, anstatt abzuwarten.

Noch sind viele Projekte punktuell, häufig im Kundenkontakt oder Marketing. In diesem Jahr wollen knapp 30 Prozent der Unternehmen ihre KI-Investitionen erhöhen, die Mehrheit belässt es beim Status quo. Händler und Systemhäuser können hier ansetzen, indem sie als Berater und Integratoren auftreten: Viele Kunden suchen nach Orientierung und praxisnahen Anwendungen, nicht nach großen Visionen.

Hemmnisse bleiben hoch

Die größten Hürden beim Einsatz sind rechtliche Unsicherheit, fehlendes Know-how und knappe personelle Ressourcen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen sieht hier Probleme. Für Systemhäuser ergibt sich daraus ein Markt: Wer Rechtssicherheit, Schulungen oder standardisierte Services bieten kann, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil.

56 Prozent der Unternehmen sehen im europäischen AI Act eher Nachteile als Vorteile. Besonders betroffen sind diejenigen, die mit sogenannten Hochrisiko-Systemen arbeiten. Auch hier gilt: Je mehr Orientierung und Unterstützung Systemhäuser und Fachhändler geben können, desto wichtiger wird ihre Rolle als Bindeglied zwischen Technologieanbietern und Kunden.

Neueste Beiträge

E-Rechnung: Neues Siegel soll Probleme im Handel reduzieren
Viele elektronische Rechnungen erfüllen zwar die gesetzlichen Vorgaben, lassen sich aber nicht ohne Weiteres automatisiert verarbeiten. Ein neues Qualitätssiegel des Verbands elektronische Rechnung soll Abhilfe schaffen. Erste Softwarelösungen wurden bereits geprüft.
3 Minuten
15. Okt 2026
Ericsson löst Geschäftseinheit für Unternehmensnetze auf
Der schwedische Netzausrüster baut seine Konzernstruktur um und verteilt das bisherige Portfolio von Enterprise Wireless Solutions auf andere Geschäftsbereiche. Private 5G wandert ins klassische Netzwerkgeschäft, Wireless WAN bleibt eigenständig. Auch in der Konzernleitung gibt es Veränderungen.
3 Minuten
15. Okt 2026
HPE ordnet Distribution neu: ALSO und Westcon-Comstor bauen Geschäft aus
Nach der Übernahme von Juniper Networks strukturiert HPE seine Vertriebskanäle um. ALSO erweitert sein Sortiment um zusätzliche Juniper-Lösungen, während Westcon-Comstor neue HPE-Distributionsrechte erhält. Zum 1. November werden außerdem die Partnerprogramme beider Unternehmen zusammengeführt.
5 Minuten
14. Okt 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Gigaset lädt Top-Partner nach Marrakesch - Partner-Incentive
Mit einer Reise nach Marrakesch will Gigaset Professional seine erfolgreichsten Partner für ihren Einsatz im Vertrieb belohnen. Das Incentive soll zugleich den Austausch im B2B-Geschäft fördern und neue Impulse für das kommende Jahr setzen.
2 Minuten
11. Nov 2025
Telekom bringt IoT per Satellit ins Netz - Konnektivität
Die Deutsche Telekom kombiniert erstmals Mobilfunk und Satellit für IoT-Anwendungen. Geräte können künftig weltweit Daten auch ohne terrestrische Netzabdeckung übertragen. Das eröffnet neue Einsatzfelder für Industrie, Logistik und Infrastruktur.
3 Minuten
13. Feb 2026
Second Life statt Schredder: Alt-IT bleibt im Umlauf - Nachhaltigkeit
Der Großteil der Unternehmen sorgt dafür, dass ausrangierte IT-Hardware nicht ungenutzt bleibt. Eine aktuelle Befragung zeigt, welche Wege funktionsfähige Altgeräte heute nehmen.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige