Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Netzbetreiber prüfen gemeinsames Gebot für Satellitenfrequenzen

Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Orange wollen gemeinsam prüfen, ob sie auf künftige Frequenzen für mobile Satellitendienste in Europa bieten. Ein eigenes Satellitennetz planen sie nicht.
Logo bild.png

Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone prüfen ein gemeinsames Gebot für Frequenzen für mobile Satellitendienste in Europa

© Deutsche Telekom AG

Vier europäische Netzbetreiber prüfen, ob sie sich gemeinsam um Satellitenfrequenzen bewerben. Die Deutsche Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone haben dazu am 19. Oktober eine Absichtserklärung unterzeichnet. Es geht um künftig verfügbare Frequenzen für Mobile Satellite Services (MSS) in Europa. Im Mittelpunkt stehen Direct-to-Device-Dienste (D2D), bei denen Smartphones direkt mit Satelliten kommunizieren.

Offener Zugang für alle Netzbetreiber

Nach Angaben der Unternehmen sollen alle Mobilfunknetzbetreiber in Europa offenen und diskriminierungsfreien Zugang zu D2D-Diensten erhalten. Die Initiative soll zudem die Versorgung in unterversorgten Gebieten verbessern, die Ausfallsicherheit mobiler Netze erhöhen und kritische Kommunikation schützen. Außerdem wollen die Betreiber den Aufbau einer europäischen Satellitenkonstellation unterstützen. Sie verweisen auf die Ziele der Europäischen Kommission, Souveränität, Sicherheit und Resilienz der Konnektivitätsinfrastruktur zu stärken. Die Initiative soll „eine eigenständige Position Europas im Bereich Weltrauminfrastruktur sicherstellen“, heißt es in der Mitteilung. Auch Wettbewerb und Auswahl für Verbraucher wollen die Betreiber stärken und die Fragmentierung des Marktes verringern.

Bodeninfrastruktur ja, eigene Satelliten nein

Die vier Unternehmen planen zentrale Bodeninfrastruktur sowie Koordinierungs- und Steuerungsfunktionen in Europa. Sie bringen dafür Kundenreichweite, Netzkapazitäten und Betriebserfahrung ein. An einer Satellitenkonstellation wollen sie sich nicht direkt beteiligen. Die Satellitentechnik soll ein Partner liefern, den die Betreiber noch auswählen. Bestehende Satellitenpartnerschaften der Unternehmen bleiben von der Absichtserklärung unberührt.

Vieles ist noch offen. Die Mitteilung nennt weder einen Zeitplan noch Frequenzbänder oder einen Satellitenpartner. Ob die Betreiber tatsächlich ein gemeinsames Gebot abgeben, steht nicht fest. Das Branchenportal Light Reading ordnet den Schritt als europäischen Versuch ein, dem Satellitenbetreiber Starlink Konkurrenz zu machen. Eine Aussage dazu enthält die Mitteilung der Betreiber nicht.

Für den Handel hat die Ankündigung bislang keine unmittelbaren Folgen. Produkte, Tarife oder ein Starttermin für Satellitendienste gehören nicht dazu.

Neueste Beiträge

Snom nennt 500 neue Partner in sechs Monaten
Der Berliner Hersteller von IP-Telefonen hat nach eigenen Angaben binnen sechs Monaten mehr als 500 Partner gewonnen. Beim Distributortreffen in Rom ging es um Vertriebsstrategien und Geschäftsfelder jenseits der klassischen IP-Telefonie
3 Minuten
27. Okt 2026
Apple räumt Displayprobleme beim iPhone Duo ein
Bei einer kleinen Zahl der ersten faltbaren iPhones brechen die Innendisplays, wie Apple bestätigt. Nutzer melden die Schäden teils schon wenige Stunden nach dem Kauf.
3 Minuten
28. Okt 2026
Coolblue baut Fahrradlieferung in Deutschland aus
Eigene Cargo-Bikes bringen kleine Elektronik nun auch in Hamburg und der Region Hannover zu den Kunden. Das Netz soll in den kommenden Monaten auf mindestens acht Regionen wachsen.
3 Minuten
28. Okt 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Gigaset lädt Top-Partner nach Marrakesch - Partner-Incentive
Mit einer Reise nach Marrakesch will Gigaset Professional seine erfolgreichsten Partner für ihren Einsatz im Vertrieb belohnen. Das Incentive soll zugleich den Austausch im B2B-Geschäft fördern und neue Impulse für das kommende Jahr setzen.
2 Minuten
11. Nov 2025
Telekom bringt IoT per Satellit ins Netz - Konnektivität
Die Deutsche Telekom kombiniert erstmals Mobilfunk und Satellit für IoT-Anwendungen. Geräte können künftig weltweit Daten auch ohne terrestrische Netzabdeckung übertragen. Das eröffnet neue Einsatzfelder für Industrie, Logistik und Infrastruktur.
3 Minuten
13. Feb 2026
Second Life statt Schredder: Alt-IT bleibt im Umlauf - Nachhaltigkeit
Der Großteil der Unternehmen sorgt dafür, dass ausrangierte IT-Hardware nicht ungenutzt bleibt. Eine aktuelle Befragung zeigt, welche Wege funktionsfähige Altgeräte heute nehmen.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige