Starface bringt neue Hardware für lokale Telefonanlagen
Der Karlsruher UCC-Hersteller Starface hat eine neue Generation seiner Appliances vorgestellt, die ab sofort über den qualifizierten UCC-Fachhandel erhältlich ist. Die Systeme basieren auf aktuellen Hardware-Plattformen mit schnelleren Prozessoren, mehr Arbeitsspeicher und größeren SSDs. Laut Starface bieten die Prozessoren bis zu doppelt so viele Rechenkerne, was Reserven für künftige Software-Releases und Funktionen schaffen soll. Nach Angaben des Herstellers werden die Geräte in Karlsruhe entwickelt und gefertigt, die Herstellergarantie beträgt 24 Monate. Vertrieben werden sie über Gamma Sales, die gemeinsame, ausschließlich auf den Channel ausgerichtete Vertriebsorganisation von Starface, estos und Gamma Deutschland. Die zertifizierten Partner der Gamma-Gruppe sollen Kunden bei Auswahl, Migration und Integration unterstützen.
Starface verfolgt seit Jahren eine Cloud-first-Strategie, bietet seine Kommunikationsplattform aber weiterhin auch als lokal installierte Hardware-Appliance und als VM-Edition an. Das richtet sich an Unternehmen, die ihre Kommunikation aus Datenschutz-, Sicherheits- oder Compliance-Gründen bewusst in der eigenen IT-Infrastruktur betreiben und die Kontrolle behalten wollen.
Alte Anlagen im Visier
Neben der Modernisierung bestehender Starface-Installationen zielt die neue Generation auf Unternehmen, die noch ältere Telefonanlagen anderer Hersteller betreiben. Viele dieser Systeme liefen zwar zuverlässig, würden aber nicht mehr weiterentwickelt oder unterstützt. Das erschwere die Integration moderner Funktionen und berge Sicherheitsrisiken, weil für bekannte Schwachstellen oft keine Patches mehr verfügbar seien. „In vielen Unternehmen laufen heute noch Telefonanlagen, die vor zehn oder fünfzehn Jahren installiert wurden und seitdem praktisch unverändert ihren Dienst verrichten“, sagt Christoph Scheuermann, Geschäftsführer der Starface Group. Gerade mit Blick auf KI-gestützte Angriffe, die das Aufspüren und Ausnutzen von Sicherheitslücken beschleunigten, sollten Unternehmen ihre Kommunikationsinfrastruktur kritisch prüfen.
Vier Klassen bis 2.000 Anwender
Die Serie umfasst vier Modelle. Die Starface Compact V5 für bis zu 25 Anwender arbeitet mit einem Intel-N97-Vierkernprozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und einer 128-GB-SSD. Sie hat zwei ISDN-S0-Ports und vier analoge Anschlüsse, sodass Unternehmen bestehende Endgeräte weiterbetreiben können. Die Compact SIP V5 nutzt dieselbe Hardware-Basis, verzichtet aber auf ISDN und Analog und richtet sich an Betriebe mit rein IP-basierter Telefonie. Die 19-Zoll-Appliance Advanced V8 für bis zu 200 aktive Anwender basiert auf einem Intel Core i3-N305 mit acht Kernen, 8 GB RAM und einer 128-GB-SSD. Das Spitzenmodell Platinum V7 unterstützt bis zu 2.000 aktive Anwender und kombiniert einen Intel Core i7 mit 32 GB RAM sowie redundanten SSDs und Netzteilen. Die Compact- und Advanced-Modelle werden mit drei Benutzerlizenzen ausgeliefert.