Amazon will 2028 Satellitennetz für mobile Endgeräte starten
Die Pläne von Amazon mit seinem Satellitenbetreiber Leo zu expandieren, konkretisieren sich: Jetzt hat das Unternehmen mitgeteilt, dass bei der US-Regulierungsbehörde FCC eine Genehmigung zum Start und Betrieb eines Device-to-Device-Netzes beantragt wurde. Bis zu 5.105 Satelliten sollen demnach in einer niedrigen Umlaufbahn eingesetzt werden.
Der Web-Riese will ab 2028 über Leo Kommunikationsdienste wie Telefonie, Internet und Notrufe weltweit direkt auf Smartphones und andere mobile Endgeräte weltweit anbieten. Schon dieses Jahr soll die erste Generation des Leo-Netzwerks ähnlich wie der Konkurrent Starlink stationäres Internet bieten. Das Direct-to-Device-System, bei dem kompatible Smartphones direkt mit den Satelliten verbunden werden, soll es zukünftig ergänzen.
Amazon erhofft sich den Zugang zu Millionen Kunden in Gebieten, die keine terrestrische Mobilfunkversorgung haben. Auch Notfalldienste für den Fall von Netzausfällen oder Wartungen gehören zu den Möglichkeiten. Außerdem sollen Partnerschaften mit Mobilfunknetzbetreibern geschlossen werden, die über das System Lücken in ihrer Abdeckung schließen könnten. Das ist vor allem für Orte interessant, an denen der Bau von Funkmasten nicht wirtschaftlich ist.
Eine technische Basis ist die im April vollzogene Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar. Dieser stellte bisher auch die Notrufdienste für iPhones und Apple Watches bereit. Diese Kooperation mit Apple soll auch für künftige Sat-Dienste von Amazon Leo fortgeführt werden.