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Das Jahr der Netzbetreiber in Zahlen

Die vier deutschen Netzbetreiber haben einige interessante Zahlen zum Infrastrukturausbau und dem Nutzungsverhalten ihrer Kunden vorgestellt.
© (Quelle: Vodafone)

Es ist inzwischen schon eine Tradition, dass die vier deutschen Netzbetreiber vor Weihnachten eine Bilanz zum Jahr ziehen, was Kundenzahlen, Ausbau der Infrastruktur und Nutzungsverhalten betrifft. Da es dazu allerdings keinen Standard gibt, sind die Zahlen manchmal unterschiedlich und lassen sich nicht immer vergleichen.

Mobilfunk

Im Mobilfunk rühmen sich die vier Netzbetreiber gerne ihrer Ausbauleistung vor allem bei 5G. Die Telekom verweist auf ihre 128.000 Antennen – davon 108.000 mit 5G. 99 Prozent der Menschen in Deutschland will die Telekom bereits mit 5G versorgen, bei LTE sind es sogar 99,6 Prozent. Bei der Flächenversorgung mit Sprachtelefonie soll das Netz 98,6 Prozent schaffen. 

Um Funklöcher zu schließen und die Netzqualität zu verbessern, hat Vodafone mehr als 11.000 Bauvorhaben in Städten und Landkreisen, an Autobahnen und entlang von Bahnstrecken abgeschlossen. Die Düsseldorfer haben 1.254 neue Mobilfunkstationen errichtet und das LTE- und 5G-Netz an mehr als 10.000 Standorten durch gezielte Maßnahmen weiter ausgebaut. LTE ist für mehr als 99 Prozent der Bevölkerung verfügbar und 5G für 94 Prozent. Insgesamt betreibt Vodafone mehr als 27.000 Mobilfunkstationen.

O2 Telefónica hat nach eigenen Angaben dieses Jahr einen neuen Ausbaurekord mit 8.000 Maßnahmen erreicht - 500 mehr als Vorjahr. Das Netz umfasst jetzt 29.000 Mobilfunkstandorte und 5G soll rund 99 Prozent der Bevölkerung erreichen. Die Münchner haben in diesem Jahr mehr als 600 neue Mobilfunkstandorte errichtet, darunter sind 150 geschlossene Funklöcher, in denen es vorher gar keine Versorgung gab. 

Der Wettbewerber 1&1 erklärte, zwei Jahre nach dem Start erreicht mit dem eigenen Mobilfunknetz jetzt 25 Prozent aller Haushalte in Deutsch¬land zu erreichen. Damit erfülle der Konzern das erste Flächenversorgungsziel, das von der Bundesnetzagentur im Rahmen der 5G-Frequenzauktion auferlegt wurde.

Beeindruckend sind weiter die Wachstumszahlen beim mobilen Datenverkehr. Mehr als fünf Milliarden Gigabyte flossen 2025 durchs Mobilfunknetz der Telekom. Das sind gut 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Datenmenge hat eine Größenordnung von rund 20 Jahren ununterbrochener YouTube-Uploads.

Bei Vodafone stieg der mobile Datenverkehr um 32 Prozent auf 4,1 Milliarden Gigabyte. Im Schnitt flossen 2025 täglich mehr als 11 Millionen Gigabyte an Daten durch das Mobilfunknetz. Ein Vodafone-Vertragskunde hat im Jahr 2025 im Monatsdurchschnitt 16,5 Gigabyte verbraucht, im Jahr zuvor waren es 14,5 Gigabyte.

Von Januar bis November 2025 transportierte das Netz von O2 Telefónica mehr als 5,7 Milliarden Gigabyte – und lag damit bereits über dem Vorjahreswert (5,6 Milliarden). Bis Jahresende rechnet der Carrier mit deutlich über 6 Milliarden Gigabyte.

Beim Champions-League-Duell Paris gegen Bayern am 4. November stieg der bundesweite Datenverkehr bei der Telekom auf den Jahreshöchstwert von 1.953 GBit/s pro Sekunde. Bei O2 Telefónica war die Datennutzung an Bundesliga-Sonntagen im Herbst am intensivsten, Rekordtag war der achte Spieltag. An einem einzigen Tag flossen 20 Millionen Gigabyte durch das Netz.

Von O2 Telefónica und Vodafone gibt es auch Daten zur Sprachtelefonie: Die O2-Kunden führten von Januar bis November 2025 rund 1,5 Milliarden Stunden Gespräche. Für das Gesamtjahr werden rund 1,7 Milliarden Stunden erwartet. Das sind rund 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, was dem Trend hin zur stärkeren Nutzung von Messaging-Apps und Videocalls, die als mobile Datennutzung gewertet werden, folgen soll. Das sieht bei Vodafone anders aus, denn dort stieg die Zahl der Sprachtelefonate zum ersten Mal seit drei Jahren wieder um 15 Prozent auf rund 30 Milliarden Gespräche an. Das Gesprächsvolumen liegt bei rund 1,4 Milliarden Stunden, was im Jahresvergleich einem Plus von mehr als zehn Prozent entspricht.

Festnetz

Im Festnetz gibt es noch wenig Zahlen, da Vodafone seine Informationen erst Ende Dezember bereitstellen will. Die Telekom sagt, dass jede Minute sieben neue Glasfaseranschlüsse ans Netz gingen – über 400 pro Stunde, fast 10.000 pro Werktag. Inzwischen sollen gut 12,5 Millionen deutsche Haushalte Glasfaseranschlüsse der Telekom buchen können, mehr als 2 Millionen haben das bereits getan.

Inzwischen umfasst das Glasfasernetz der Telekom 860.000 Kilometer. 30.000 Netzverteiler sind dieses Jahr dazugekommen. Insgesamt sieht die Telekom für 2025 ihr Ausbauziel voll erreicht: Stand heute sind 2,5 Millionen neue Haushalte und Unternehmen hinzugekommen, die einen Glasfaseranschluss buchen können.

Auch im Festnetz steigt das Datenvolumen, wenn auch weniger stark als mobil. 2025 legte das übertragene Datenvolumen bei der Telekom um knapp zehn Prozent zu. Treiber waren dort vor allem Videokonferenzen, Cloud-Anwendungen und Streaming-Angebote. Bei den Downloads lagen Magenta Services an der Spitze, insbesondere Magenta TV. Es folgten YouTube, Netflix und Amazon Prime Video.

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