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Neue Leitlinie des VDA soll Glasfaserausbau erleichtern

Eine neue technische Leitlinie des VDE soll den Glasfaserausbau auf der letzten Meile in Gebäuden vereinfachen und damit weniger Kosten verursachen.
© (Quelle: ChatGPT)

Auch wenn inzwischen 24 Millionen deutsche Haushalte einen Glasfaseranschluss zumindest nutzen könnten (Homes passed), sind tatsächlich erst 13 Millionen angeschlossen (Homes connected). Das liegt vor allem an Schwierigkeiten und hohen Kosten, die letzte Meile in Gebäuden zu überbrücken.

Bislang waren Glasfasern in der Musterrichtlinie über brandschutzrechtliche Anforderungen an Leitungsanlagen (MLAR) so zu behandeln, als ob sie wie elektrische Kupferkabel eine Brandgefahr bergen. Aufgrund dieser aus Sicht des VDE technisch falschen Festlegung war eine Installation in Fluchtwegen nur mit einem Brandschutzkanal erlaubt, eine teure und aufwändige Lösung. Alternativ wurden Steigebereiche genutzt, was bei weitem nicht in allen Gebäuden möglich ist.

Der VDE hat jetzt als Elektrotechnik- und IT-Verband in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Arbeitskreis der Deutschen Kommission Elektrotechnik (DKE) die Leitlinie 0800-730 veröffentlicht, die den Ausbau in Gebäuden vereinfachen und damit für mehr Tempo und niedrigere Kosten sorgen soll. Die Leitlinie beschreibt die Umsetzung der Anforderungen aus dem EU GIA (European Gigabit Infrastructure Act), die derzeit in bundesrechtliche Vorgaben überführt werden.

Die neue MLAR-Version wird festhalten, dass Glasfasern mit Gebäudeklassifikation in einem Metallkanal oder als Klebefasern in Fluchtwegen verlegt werden können. „Da die MLAR hochkomplex ist, war unser Anspruch bei der Erarbeitung der Leitlinie, die technischen Anforderungen praxisnah und verständlich darzulegen“, so Thomas Sentko, Normungsmanager Breitband, Glasfaser- & Steckverbinder-Technologie im VDE. „Somit können Glasfasern künftig einfach, kostengünstig und zeitsparend verlegt werden.“ An der Entwicklung der Leitlinie waren über 30 Experten aus den Bereichen Netzbetrieb, Planung und Installation sowie verschiedene Gutachter beteiligt, um die Thematik umfassend zu behandeln.

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